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Zu Besuch bei Macherin Gabi Binder: SOMA Oberwart

Im Zuge meiner Recherchen für Nachhaltig im Burgenland habe ich jetzt schon einige ganz besonderes Menschen kennen gelernt. Ich nenne sie MACHER oder MACHERINNEN. Bis jetzt waren es vorwiegend Frauen, das möchte ich hier auch noch erwähnen. MacherInnen sind, Menschen die einen Bedarf oder eine Notwendigkeit erkennen und einfach beginnen zu tun. Einfach so, weil sie es können und weil niemand anderer es macht. Dazu gehören Andrea Roschek von der Pannonischen Tafel in Eisenstadt und Oberpullendorf, Christine Koblmiller von Weils Sinn hat in Pöttelsdorf und Ingrid Kornbaurer von Iduna in Jennersdorf.

 

Noch so eine Macher-Frau habe ich gestern kennen gelernt, Gabriele Binder die neue Obfrau vom Sozialmarkt in Oberwart. 

 

Gabriele Binder war aufgrund einer längeren Krankheitsgeschichte und dem damit verbundenen Einkommensverlust selbst auf günstige Einkäufe angewiesen. Die gebürtige Wienerin, die lange als Reiseleiterin auf der ganzen Welt unterwegs war, nun aber schon seit einigen Jahren im Burgenland lebt, fand jedoch damals den Sozialmarkt in Oberwart verschlossen vor. Zu diesem Zeitpunkt entstand der Gedanke das Lokal zu übernehmen und selbst einen SOMA zu betreiben. 

 

Von der Idee zur Umsetzung dauerte es nicht besonders lange, denn schon im Oktober dieses Jahres eröffnete sie als Obfrau den neuen SOMA am selben Standort in der Johann Straußgasse Nummer 3. Die Waren werden vom Lebensmittelhandel gesammelt und im Soma um bis zu 90 % günstiger verkauft. Gabriele Binder hat mit ihrem Sozialmarkt zwei große Ziele. Sie möchte bedürftigen Menschen in Oberwart leistbare, hochwertige Waren anbieten und gleichzeitig verhindern, das Lebensmittel verschwendet und weggeworfen werden. 

 

Mittlerweile hat Gabriele Binder 12 ehrenamtliche Mitarbeiter in ihrem Team die ihr helfen die Waren zu sammeln, zu sortieren und zu verkaufen. Sie wünscht sich, das die Einnahmen durch den Sozialmarkt einmal ausreichen werden um den Mitarbeitern eine kleine Aufwandsentschädigung auszuzahlen.

 

Was dann an Lebensmittel nach einem Verkaufstag im Soma noch übrig bleibt, wie zum Beispiel Frischobst- und Gemüse, Salat und Gebäck, wird an einen örtlichen Bauern weitergegeben der sie an seine Tiere verfüttert. 

 

Heute, nach meinem Besuch bei Gabriele durfte ich einen Karton voll Salat, Birnen und Gurken für unsere Tiere am Hof mitnehmen die sich gerade jetzt im Winter gierig über das Grünfutter hermachten.

 

Sozialmarkt Oberwart

Öffnungszeiten: Di + Do + Sa 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Johann Straußgasse 3

FB: Sozialmarkt Oberwart

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