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	<title>Jeder Schritt zählt &#8211; Nachhaltig im Burgenland</title>
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	<description>Für ein gutes und nachhaltiges Leben</description>
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	<title>Jeder Schritt zählt &#8211; Nachhaltig im Burgenland</title>
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		<title>&#8222;Ich bin immer schon gerne unverpackt einkaufen gegangen&#8220; &#8211; Simona Nitschinger</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/ich-bin-immer-schon-gerne-unverpackt-einkaufen-gegangen-simona-nitschinger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2024 15:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Neusiedl am See]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Simona Nitschinger, Geschäftsführerin der ersten Unverpackt-Greisslerei (mittlerweile geschlossen) in Neusiedl am See .(Aufgenommen im Jänner 2022) Foto Sabine Nitschinger @LisiLehner-Fotografie Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Simona Nitschinger (Dies&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/ich-bin-immer-schon-gerne-unverpackt-einkaufen-gegangen-simona-nitschinger/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Ich bin immer schon gerne unverpackt einkaufen gegangen&#8220; &#8211; Simona Nitschinger</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Simona Nitschinger, Geschäftsführerin der ersten <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/einkaufen/bionana/" data-type="post" data-id="1321">Unverpackt-Greisslerei</a> (mittlerweile geschlossen) in Neusiedl am See .<br>(Aufgenommen im Jänner 2022)</p>



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<p>Foto Sabine Nitschinger @LisiLehner-Fotografie</p>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Simona Nitschinger</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:05<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner &#8211; Ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Simona Nitschinger, Geschäftsführerin der ersten Unverpackt-Greisslerei in Neusiedel am See. Herzlich willkommen! Hallo Sarah! Liebe Simona, im Juni habt ihr die Bionana-Kreislerei eröffnet. Wie kam es zu der Idee? Ich bin grundsätzlich immer schon gerne unverpackt einkaufen gegangen. Ich habe lange in Wien gelebt.</p>



<p>00:34<br>Ich habe eine ganz große Affinität zu Gärtnern und selbst Gemüse zu alten Sorten zu züchten. Ich war auch bei der Arche Noah Geschäftsführerin bei der Vertriebs GmbH. Ich bin so mit diesem Thema der Vielfalt, dem Verlust der Biodiversität und diesem Trend eigentlich, dass man alte Sorten wieder aufgreift, reingekommen.</p>



<p>01:04<br>Bei der Arche Noah sind aber im Verein leider einige Entscheidungen gefallen, die auf Erhaltung von Sorten gegangen sind, aber nicht die Vielfalt wirklich den Leuten zur Verfügung zu stellen. Und ich habe dann beschlossen, eine eigene Firma zu gründen und mit dieser Firma den Leuten diese Diversität der Natur wieder zur Verfügung zu stellen. Also wirklich, dass die Leute…</p>



<p>01:32<br>das auch wieder in ihren Gärten und auf ihre Teller bekommen.</p>



<p>01:36<br>Und wie wir dann diese Immobilie da gefunden haben, war eigentlich von vornherein klar, dass wir da auch im zweiten Schritt eine Kreislerei machen. Und ja, also wir haben den Webshop mal hochgefahren, wir haben 2020 im März die ersten Umsätze gehabt und haben über 200 verschiedene Sorten Saatbrot und über 150 verschiedene Pflanzen, darunter eben alte Apfelsorten, ganz exotische.</p>



<p>02:06<br>Weinbeere, wir haben 25 verschiedene Paradeissorten. Also diese Vielfalt ist uns mal gelungen im ersten Schritt und der zweite Schritt ist eben, dass man diese Nachhaltigkeit, also BioNana steht für biologisch natürlich nachhaltig und Nachhaltigkeit ist wirklich bei jeder Überlegung im Vordergrund, so auch bei der Kreislerei. Also wir haben den Laden einerseits bio zertifizieren lassen.</p>



<p>02:34<br>und bieten eben auch die Möglichkeit, unverpackte zu kaufen. Also wenn man das will, dann kann man wirklich bei uns ohne jeden Futzel Papier oder Plastik einkaufen und wenn man es nicht will, dann haben wir sehr, sehr umweltschonende Verp wie ein Wurstpapier, das man im Altpapier entsorgen kann oder alte, also alte gebrauchte Einweggläser, Gurtengläser, die ausgewaschen sind und bereit stehen.</p>



<p>03:04<br>die die Leute dann großen bloß verwenden können und viele bringen uns dann auch wieder durch die Zug und so. Also es hat sich da wirklich schon die, schon eine Community etabliert, die das sehr sehr schätzt. Was würdest du sagen, was wären das für Vorteile unverpackt einkaufen zu gehen? Also ich bin immer wieder erfreut, wenn ich daheim meinen Einkauf ausräume, dass ich einfach nicht</p>



<p>03:33<br>mit Kartons und Papier ist ja ein Wahnsinn, wenn man Wert legt auf Bio, ist hier in den Supermärkten alles verpackt, so vorgeschrieben, dass eben keine Verwechslungsgefahr passiert und ich finde das ein Wahnsinn. Mir stört das eigentlich schon lange und seit ich unverpackt einkaufe, stört es mich eigentlich noch mehr.</p>



<p>03:58<br>Ich habe meine Wurstdosen, die ich stapeln kann, die habe ich da im Büro stehen. Und nehme, wenn ich mal brauche, mein Vorratsglas mit. Und es gibt immer mehr Kunden, die das schätzen. Ich denke, man muss dem Zeit geben noch. Viele haben Berührungsängste, probieren es mal aus und lassen sich mal Nudeln runter ins Probiersackerl. Und beim nächsten Mal nehmen sie sich aber dann…</p>



<p>04:25<br>Salz mit oder mit dem eigenen Salzglas. Es wird gut angekündigt.</p>



<p>04:33<br>War das für dich eine Umstellung, unverpackt einzukaufen, also jetzt bei dir persönlich? Ja, natürlich ist es eine Umstellung, weil erstens braucht man zum Einkaufen ein bisschen mehr Zeit, was man sich aber dann beim Ausräumen des Einkaufs wiederum erspart. Weil wenn schon alles in den Vorratsdosen drinnen ist, brauche ich die noch in den Lot einstellen und bin eigentlich fertig und muss dann nicht daheim erst herumpotzen und ersparen mir eben das Misskühl auslernen.</p>



<p>05:04<br>Das ist ein bisschen eine Umstellung und man muss halt irgendwie die Denke haben, ich habe jetzt einen Korb in der Küche stehen und wenn was leer ist und sauber ist, dann schmeiße ich es dort hinein und das kommt dann in den Kofferraum. Und wenn ich dann einkaufen bin, dann muss ich es nämlich auch nicht so langfristig planen. Mittlerweile habe ich es ja leicht, weil ich ja jeden Tag da bin. Aber wenn ich diese Geschichten dann im Kofferraum stehen habe, dann…</p>



<p>05:31<br>dann ist es egal, dann bleibe ich nicht stehen und dann weiß ich, okay, ich brauche einen Zucker und habe meine Zuckerdosen mit. Und wenn es nicht ist, ist es auch noch mal ein Unterschied finde ich, ob man, wenn ich jetzt kein Gefäß mit habe, ist es auch noch mal ein Unterschied, ob ich das in einem Papiersackerl kaufen kann oder ob das verschweißt ist in dicken Plastik und nochmal in einem Karton wickelt ist, wie beim Reis zum Beispiel.</p>



<p>05:57<br>Ihr verkauft ja auch Saatgut und aber auch Jungpflanzen. Wie sieht es denn da mit dem ökologischen Fußabdruck aus? Gerade Versand ist ja doch oft eher problematische Sache. Also wir bemühen uns, es gibt uns ja erst seit eineinhalb Jahren online quasi, wir bemühen uns das auch zu optimieren. Wir haben einerseits wie schon erwähnt die Grasfabrikatons.</p>



<p>06:22<br>beziehungsweise wenn wir Altpapierkartons verwenden, dann achten wir auch drauf, dass die aus heimischen Holz und Nachwachs in der Landwirtschaft stammen. Aber es ist nicht nur das Verpackungsmaterial, wie du richtig sagst, es ist auch der Transport und generell macht es Sinn, sechs Salatflänzchen zu verschicken, wenn sonst nichts dabei ist bei der Lieferung.</p>



<p>06:51<br>Dann, ja es hat uns eigentlich jetzt zu dem Schritt bewogen, dass wir so kleine Salatfänschen nicht mehr versenden. Das haben wir jetzt zwei Jahre gemacht. Da wird einfach viel kaputt und quasi es wird viel Karton in der Gegend herumgeschickt und die Pflanzen werden nicht eingesetzt, werden refundiert, also der Kunde bekommt sein Geld, aber da geht einfach viel, gehen viele Ressourcen verloren. Und deshalb haben wir jetzt unser Sortiment dahingehend auch angepasst.</p>



<p>07:20<br>und wo wir auch stark sind, also Bionana, weil wir haben unser Saatgut ausschließlich aus Europa. 95 Prozent sind aus Österreich, einige spezielle Sorten sind aus Italien, der Schweiz und Deutschland, aber wir verwenden keinesfalls Saatgut aus China, was der Mitbewerb aber schon macht, also gerade bei Keimspossen.</p>



<p>07:48<br>Es ist ganz viel Kinoware, der Kunde schaut leider nicht so genau. Es ist erstens eine Qualitätsgeschichte, aber wenn das Saatroth erst einmal am Seeweg monatelang unterwegs ist, wissen wir eh, diese Frachtschiffe sind jetzt nicht unbedingt. Das ist einer der ganz großen Übel, sehe ich so zumindest. Und auch hier versuchen wir eben den CO2-Fußabdruck klein zu halten.</p>



<p>08:17<br>Wie ist das, wenn ihr dann die jungen Pflanzen verschickt, müsst ihr die dann nicht stark verpacken? Damit die nicht beschädigt werden? Wir haben auch Kartons entwickelt, also Inlays. Viele Mitbewerber versenden mit so Plastiktüllen, wo die Pflanze wirklich ummantelt ist. Mittlerweile ist das auch recyceltes Pet, ich würde das jetzt nicht ganz niederwettern, aber trotzdem, Plastik ist Plastik.</p>



<p>08:46<br>Es ist den wenigsten bekannt, dass selbst recyceltes Pet nur begrenzt tolles Material ist, weil wir in Europa ja gar keine Recyclingkette haben für das Pet. Das heißt, das Pet wird erst recht wieder nach China geschickt und dort umgewandelt in diese Pellets und dann wird es in Europa wieder verarbeitet. Aber wenn man das hinterfragt, ist es schon bedenklich.</p>



<p>09:10<br>Wir haben eine Inleitentwicklung aus Alkoholpierkarton entwickelt, wo wir die Pflanzen im Karton fixieren. Wir setzen auch darauf, dass wir so wenig wie möglich Material brauchen. Ganz aufgrund der Pflanzen müssen natürlich gut geschützt werden. Wir haben eine eigene Maschine besorgt, wo man alte Kartons zu Luftpolstermatten verarbeiten kann.</p>



<p>09:39<br>Also wir machen quasi in Kreislaufwirtschaft unser Füllmaterial. Wir verwenden Bio-Stroh zum Füllen und wir verwenden eben diese Polstermatten. Wir lassen da nichts unversucht. Wie sieht es da bei euch für die Zukunft aus? Habt ihr noch größere Projekte geplant oder wollt ihr jetzt erstmal die Bionanerkreislere etablieren?</p>



<p>10:01<br>Wir wollen jetzt schon einmal konsolidieren im nächsten Jahr, dass wir wirklich das, was wir jetzt da in die Höhe gefahren haben, auch wirklich mit Top Qualität und guten eingefahrenen Prozessen abbilden können. Es ist durchaus geplant oder in Überlegung, dass man weitere Kreislereien aufmacht, aber auch, dass man das Sortiment einfach ganz stark erweitern in Richtung Nachhaltigkeit.</p>



<p>10:31<br>Da spielt mir vor, dass man zum Beispiel auf unserer Plattform auch anbietet, wo kann ich nachhaltig reisen, wo kann ich biologisch essen gehen, wo gibt es Restaurants mit Steckdosen für das E-Auto, dass man da einfach wirklich einen One-Stop-Shop für die Nachhaltigkeit bietet und wo es nicht nur um Produkte geht, die man erwerben kann, sondern eben auch um Wissen.</p>



<p>11:01<br>Und ein drittes Standbein, was mir eigentlich auch sehr am Herzen liegt, was aber sicher noch einige Jahre dauert, weil man da einfach sehr viel Kapital dafür braucht, ist diese Pflanzensvielfalt auch Biolandwirten zur Verfügung zu stellen.</p>



<p>11:18<br>Da muss man halt in großen Mengen produzieren. Aber ich denke, es ist auch für Landwirte sehr interessant und höchste Eisenbahnvielfalt wieder auf die Felder zu bringen. Die Leute sind offen dafür, die wollen eh nicht immer dasselbe essen und haben. Also mittlerweile greifen die Leute auch hin zu Granilla-Karotten. Vor zwei, drei Jahren war es vielleicht noch nicht so. Aber der Trend ist da und ich denke, die Landwirtschaft tut sich auch schwer.</p>



<p>11:47<br>so ein Satz gut zu bekommen. Gibt es für dich noch einen wichtigen Punkt, oder etwas, das du unbedingt erleben möchtest, oder sehen oder tun möchtest in Richtung Nachhaltigkeit?</p>



<p>12:01<br>Ich träume davon einen Schaugarten zu machen, dass man da wirklich ein Feld da bepflanzt mit allen möglichen Pflanzaritäten und da wirklich ein Stück Biodiversität schafft. Ist halt auch mit Kosten verbunden, das muss man zuerst einmal erwirtschaften, aber auch dann für Menschen, denen das Thema am Herzen liegt, die sich dann dort…</p>



<p>12:26<br>Obst und Gemüse pflücken können, ein Ort zum Verweilen, ein Ort, wo man Kindern das Thema näher bringt. Von so etwas träume ich. Das würde ich mir schon in den nächsten Jahren, wenn sich die Geschäfte gut entwickeln, würde ich mir diesen Traum gerne erfüllen.</p>



<p>12:45<br>Wenn jemand zu dir vorbei käme und dich fragt, er möchte gern was umsetzen, er weiß aber noch nicht so recht, wie er da anfangen soll in Richtung Nachhaltigkeit, vielleicht unverpackt, einfach so noch ein bisschen ungleich, wo er starten soll, was würdest du ihm da raten?</p>



<p>13:05<br>Also ich rate den Leuten, die… Ich bin leider nicht wahnsinnig oft vorne im Verkaufsraum. Aber wenn ich vorne bin und sehe, dass da jemand so unauffällig herumschlendert über das riesengroße, unverpackte Regal, das wir haben, dann gehe ich schon hin und frage, ob ich helfen kann. Und wenn die Leute sagen, naja, ich würde da gerne einen Reis probieren, dann übernehme ich das und helfe. Und ich sage, da haben wir ein Gläser, da steht unten das Gewicht drauf und der muss den Leuten zeigt.</p>



<p>13:35<br>dann fallen diese Bewahrungsängste. Man muss trotzdem demjenigen dann Zeit geben, wenn er wiederkommt, ob er es wieder macht oder ob es vielleicht noch fünf Mal dauert, bis er es wieder macht. Aber wir versuchen da wirklich ohne Druck zu helfen und aufzuklären. Hast du doch Tipps, wie man am besten unverpackt zu euch kommen kann, also unverpackt einkaufen kann, wenn man damit startet?</p>



<p>14:03<br>Also wenn man damit startet, wir haben so stapelbare Gefäße, wo man Bostockkäse drin haben kann, das kann man auch, das ist auch super für den Kühlschrank. Und wir haben leere Flaschen, wenn man sich Öl abfüllen will oder Essig.</p>



<p>14:24<br>Die Seifen, die Körperpflege und Waschmittel haben wir sowieso. Da hat man quasi so eine Starterflasche, die man sich kauft, die man dann nachfüllen kommen kann. Obst und Gemüse haben wir, Gemüsenetze, die man bei uns auch kaufen kann. Wir haben Brotbeutel. Also man kann sich auch einmal so ein Grundequipment bei uns kaufen, mit dem man dann eben wiederkommt.</p>



<p>14:51<br>Danke Simona, das war ein sehr nettes Gespräch mit dir und ich hoffe es hat dir auch gefallen. Auf alle Fälle danke, dass du dabei warst. Ja, danke Sarah.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Einmal pro Woche Fleisch essen, ein riesiger Schritt ist das&#8220; &#8211; Joachim Schreiner</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/einmal-pro-woche-fleisch-essen-ein-riesiger-schritt-ist-das-joachim-schreiner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 15:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Rust]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Joachim Schreiner, acht Jahre alt, der wohl jüngste Klimaaktivist im Burgenland.(Aufgenommen im Oktober 2021) Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Joachim Schreiner (Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/einmal-pro-woche-fleisch-essen-ein-riesiger-schritt-ist-das-joachim-schreiner/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Einmal pro Woche Fleisch essen, ein riesiger Schritt ist das&#8220; &#8211; Joachim Schreiner</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Joachim <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/einkaufen/bio-weinbau-schreiner/" data-type="post" data-id="2974">Schreiner</a>, acht Jahre alt, der wohl jüngste Klimaaktivist im Burgenland.<br>(Aufgenommen im Oktober 2021)</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Joachim Schreiner</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:04<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Joachim Schreiner, unser wohl jüngster Klimaaktivist im Burgenland. Hallo Joachim! Hallo! Fridays for Future ist ja initiiert worden von Greta Thunberg 2018 schon, quasi als Schulstreich für das Klima. Wann hast du damit begonnen? Ich glaube 2019.</p>



<p>00:33<br>Wie hast du davon erfahren? Ich habe es in den Nachrichten gesehen. Und die Mama hat mir auch davon gesagt. Und wir schützen alle so das Klima. Und deswegen wollte ich mich da halt einsetzen. Was hast du dann gemacht als nächstes?</p>



<p>01:02<br>einen, ich glaube das nennt man, Ortstafelstreik fürs Klima gemacht. Hast du für deinen ersten Streik alle Leute, die so dabei waren, selbst motiviert mitzumachen? Oder wie haben die davon erfahren? Ich habe Flyer in Rust verteilt und dann waren alle so begeistert wahrscheinlich und dann haben halt ur viele mitgemacht.</p>



<p>01:30<br>Gibt es etwas, das du damit erreichen möchtest, was die Leute dann nachher vielleicht umsetzen oder worauf sie aufmerksam gemacht werden? Dass sie sich mehr fürs Klima einsetzen und halt zum Beispiel nicht so verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen und Plastik. Ein einziges Weckerl tut man in einen Sackerl, das eigentlich fast aus einem Großteil aus Plastik besteht.</p>



<p>01:59<br>Man muss ja nicht sehen, was da drin ist. Man hat es eh schon in der Auslage gesehen. Warum muss man dann auch noch sehen, was da drin ist von außen? Hast du da eine konkrete Vorstellung, wie man es besser machen könnte? Man könnte das Sackal ganz aus Papier machen. Und zum Beispiel, man müsste jetzt nicht alles, nur dass es vielleicht cool aussieht, aus Plastik machen. Man kann es genauso gut auch…</p>



<p>02:28<br>in Papier verpacken. Das kann man ja auch auf Papier machen. Das was man auf Plastik machen kann, kann man genauso gut auf Papier machen. Deine Eltern haben den Bio-Weingutschreiner in Rost und es wird regelmäßig auf Veranstaltungen Wein und Buchverkostungen und im Jahr 2018 wurde der Benefizwein dem Birdlife Projekt gewidmet, wo auch Spenden gesammelt worden sind.</p>



<p>02:55<br>Am Wochenende nachher hast du dann auch eine eigene Spendenaktion gestartet, habe ich gelesen, mit Griechall. Magst du davon noch erzählen? Ja, aber ich kann mich halt nicht mehr so gut erinnern. Ich habe mich dann halt in sehr, sehr starker Hitze hingesetzt einfach und habe für die Kippitze…</p>



<p>03:25<br>eine Spende gesammelt. Wie hat das ausgesehen? Ähm, ich… Es waren weiße kleine Sackalos aus Papier. Und da waren halt auch… Da waren halt die Griecherl drinnen, die wir auch abgeerntet haben. Und ich hab auch ein Schild gemacht für die Kiebitze. Weil der Kiebitz ist sehr gefährdet wegen den Windrädern.</p>



<p>03:55<br>Gibt es aktuell Themen, die dich besonders interessieren oder wo du den großen Handlungsbedarf siehst? Bei den Arten aussterben. Jeden Tag sterben mehrere Arten nämlich aus. Jeden Tag. Was kann man dagegen tun?</p>



<p>04:15<br>Zum Beispiel nicht so viel Plastik ins Meer werfen und in die Wiesen, die überall hier in den Regenwald nicht niederbrennen, wie wahnsinnig. Und man sollte die Pumpen, die das Wasser reinigen, verbessern. Weil wenn dieses Wasser dann zum Beispiel ins Meer kommt, dann sterben die Korallen am Mikroplastik. Also Korallen.</p>



<p>04:45<br>Riffe sterben so. Gibt es einen Berufswunsch von deiner Seite? Dass ich Wissenschaftler werde und die Wissenschaftler sollten sich halt auch ein bisschen ums Auto kümmern mit Solar. Das wäre dann besser, aber ohne irgendwelche Abgase. Nur mit Solar. Und es ist mir auch wichtig, dass, es wäre auch wichtig, wenn Russ…</p>



<p>05:14<br>autofrei ist, aber der Traktor kann dabei sein, weil der wird in Rust voll zu Arbeit gebraucht. Und die Rust-Gemeinde und die Jugendlichen sollten sich darum kümmern, dass der Schulweg gescheit ausschaut. Weil uns ist das mittlerweile zum Spaß geworden. Wir kicken nämlich die Dosen runter. Und ich finde das auch so arg, dass die Jugendlichen Dosen…</p>



<p>05:41<br>am Schulweg, die eigentlich noch komplett voll sind, hinstellen. Die werfen eigentlich Geld aus dem Fenster. Komplett voll. Bis zum Rand. Ich bin nur noch mal gegen eine Dose gestoßen und meine ganze Ruhe war nass. Denkst du, kann man noch irgendwas gegen den Klimawandel tun? In 50 Jahren nicht mehr. Aber wenn sich&#8217;s jetzt schnell ändert, ja.</p>



<p>06:08<br>Findest du, sollte man das Thema mehr im Schulunterricht einbinden? Mhm. Sehr viel mehr. Sehr, sehr viel mehr. Dann würden sich alle viel mehr fürs Klima interessieren. Und mehr schützen. Mit dem Video, das du am 24. September veröffentlicht hast, statt, also für den Klimastreik, aber anstatt, dass du dabei warst, wen wolltest du da erreichen? Oder wen möchtest du da mit erreichen? Alle.</p>



<p>06:39<br>Kurz gesagt alle. Okay, es braucht nicht die ganze Welt davon erfahren, aber es könnten wenn dann mal ein paar Politiker anschauen. Weil es ist ja schon ein Wahnsinn, wie junge Leute sich einsetzen. Ich bin zwar der jüngste Klimaaktivist des Burgenlandes, aber sicher nicht der ganze Welt. Da gibt es sicher noch Jüngere. Vielleicht gibt es welche, die haben sich mit Vier für das Klima eingesetzt. Die sollten sicher mal…</p>



<p>07:08<br>ein bisschen davon überzeugen lassen, was die Welt braucht. Nicht nur Wahlstimmen und neue Häuser. Man kann ja auch einmal die alten Häuser renovieren. Und ich finde das auch komisch, dass die, dass die, meine, viele Politiker sagen, die Greta Thunberg ist einfach nur ein unwichtiges Mädchen. Wo viele sagen das? Stimmt nicht.</p>



<p>07:36<br>Bei deinen Projekten, die du schon gemacht hast, den Streik einerseits und auch diese Spendenaktion zum Beispiel, gab es da spezielle Situationen, an die du dich gerne zurückerinnerst? Positive Rückmeldungen, Erfahrungen? Ja, dass zum Beispiel beim zweiten Streik der ORF gekommen ist. Dann habe ich mit meinem Streik es zumindest in den Wetterbericht geschafft.</p>



<p>08:05<br>Wenn ihr Freund zu dir kommt und sagt, er möchte auch gerne was machen, was würdest du ihm für Tipps geben? Wo könnte er anfangen? Er könnte anfangen, wenn er nichts so Großes machen will, wie einen Klimastreik und nur was Privates. Könnte er einmal pro Woche Fleisch essen. Ein riesiger Schritt ist das. Ich mache sowas.</p>



<p>08:36<br>Wie nimmt es deine Umgebung auf, dass du Klimaaktivist sein möchtest oder bist? Was sagen deine Eltern, Verwandten oder deine Freunde dazu? Manche Freunde sind einfach nix. Manche finden es nur toll.</p>



<p>08:54<br>Und manche finde ich unmotivierend. Und manche Verwandten interessieren sich voll für das und loben mich, dass ich das mache. Und manche kümmern sich nicht ums Klima. Leider. Und die… Und hier in unserem Haus ist jeder davon begeistert.</p>



<p>09:23<br>Nöpft der Hund, die Katze und die Hühner. Gut, danke Joachim für deine Einblicke in deine ersten Schritte, das was du tust, das was du nach außen trägst. Und ich merke du willst viele Menschen noch motivieren und ich glaube auch in Zukunft werden wir noch viele Infos und Aktionen von dir sehen. Danke nochmal für das nette Gespräch. Danke. Bitte, hab ich gern gemacht.</p>
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		<title>&#8222;Am besten heimisch genießen &#8211; gonz kloar&#8220; &#8211; Julia Kummer und Laura Brandweiner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 15:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Julia Kummer und Laura Brandweiner, Absolventinnen der ecole güssing und Gewinnerinnen des Young Scientist Energy Award 2021(Aufgenommen im Jänner 2022) Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Julia Kummer und&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/am-besten-heimisch-geniessen-gonz-kloar-julia-kummer-und-laura-brandweiner/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Am besten heimisch genießen &#8211; gonz kloar&#8220; &#8211; Julia Kummer und Laura Brandweiner</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Julia Kummer und Laura Brandweiner, Absolventinnen der <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/nachhaltige-schule-ecole-guessing/" data-type="post" data-id="3063">ecole güssing</a> und Gewinnerinnen des Young Scientist Energy Award 2021<br>(Aufgenommen im Jänner 2022)</p>



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<iframe hcb-fetch-image-from="https://soundcloud.com/user-147650587/am-besten-heimisch-geniesen-gonz-kloar-julia-kummer-und-laura-brandweiner/s-4J3rBYtYtWG?si=f7fbe3ac1989464587010658dd4ec3c3" title="&quot;Am besten heimisch genießen - gonz kloar&quot; - Julia Kummer und Laura Brandweiner by Nachhaltig im Burgenland" width="1200" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1213920286&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=1000&#038;maxwidth=1200&#038;secret_token=s-4J3rBYtYtWG"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Julia Kummer und Laura Bandweiner</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:04<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Julia Kummer und Laura Brandweiner, Absolventinnen der ECOLE Güssing und Gewinnerinnen des Young Scientist Energy Award 2021. Herzlich willkommen! Hallo! Liebe Julia, liebe Laura, ihr habt ja im letzten Jahr die ECOLE Güssing absolviert und jetzt im November auch diesen Young Scientist Energy Award gewonnen. Wollt ihr mir erzählen, wie es dazu kam?</p>



<p>00:34<br>Na ja, eigentlich ist das Ganze im Rahmen von der Diplomarbeit absolviert worden, sozusagen. Ja, die Laura und ich haben uns entschlossen, die Diplomarbeit im Thema der Nachhaltigkeit zu schreiben, also auch in Bezug auf die Gesundheit, und anscheinend geglückt. Und wir sind dann eben jetzt im Herbst dafür ausgezeichnet worden, haben auch eine Urkunde entgegengenommen. Wie kam die Idee?</p>



<p>01:04<br>bei diesem Award mitzumachen oder hat euch die Lehrerin dazu gebracht oder war das automatisch? Wie kam es dazu? Also die Frau Professor Feuernd, eine Betreuerin von uns, die war da voll dahinter und hat uns alle möglichen Links geschickt und hat dann eben gemeint, ja macht es überall mit, vielleicht gewinnt es was und im Endeffekt haben wir dann wirklich was gewonnen. Also es war eigentlich wirklich die Idee von der Professorin, muss man sagen, aber wir waren alle beide gleich begeistert und haben wirklich mit voller Freude da mitgemacht.</p>



<p>01:35<br>Eure Diplomarbeit hieß Food vs. Climate. Wie öko bist du? In Klammer ist du. Um was geht es da genau? Generell geht es um die Umweltaspekte und wie man die beeinflussen kann durch die Ernährung ganz kurz zusammengefasst. Und ich habe das Thema mit der Umwelt gehabt, passend Klimawandel und mit Tierzucht und alles. Und Julia hat sich dann halt der nachhaltigen, gesunden Ernährung gewidmet. Genau. Wir haben das dann so klima…</p>



<p>02:05<br>Flops und Klimatops genannt und sind dann halt näher darauf eingegangen, was man jetzt wirklich tun kann oder beziehungsweise wie wir Menschen eigentlich mit unserem Essen die Umwelt beeinflussen. Du könntest ja eine kleine Zusammenfassung geben, was ihr so herausgefunden habt. Naja, ich habe ziemlich viel herausgefunden, dass eben die Landwirtschaft sehr viel beitragt zu dem ganzen Umweltgeschehen und damit auch unser Essverhalten.</p>



<p>02:33<br>und halt auch mit den Insektensterben und mit dem Tierverlust und der Atemvielfalt, was wir haben. Also das ist eigentlich alles ein großes, kompaktes Paket, dieser Kreislauf, der was irgendwie immer weitergeht. Ja genau, ich hab mir auf die Ernährung vor allem spezialisiert und bin eben darauf eingegangen, dass es sehr wohl schon, also mit der Auswahl, was man isst und wie man was isst und wie man was zubereitet.</p>



<p>03:01<br>und wie bewusst man was konsumiert, sehr wohl auch ganz, ganz große Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Im Endeffekt dann habe ich eigentlich aufgezeigt, was man wirklich dagegen tun kann und was man eher lassen sollte. Kannst du da Beispiele nennen? Naja, frisch natürlich, frisch saisonal, regional und vor allem auch auf die Verpackung achten, das ist auch ganz, ganz wichtig, wie man was zubereitet.</p>



<p>03:29<br>Das ist auch extrem wichtig. Und ja, am besten halt heimisch genießen. Ganz klar. Gab es Informationen, die ihr recherchiert habt, die für euch neu waren oder die euch vielleicht auch ein bisschen schockiert haben? Ja, also für mich schon. Ich habe schon, also natürlich war mir immer klar, dass die Nahrung schon im Vorweg rumsteht beim Klimawandel, aber das ist wirklich so…</p>



<p>03:58<br>Welche Auswirkungen hat mich z.B. was mich so geschockt hat, wenn ich gleich so einen Fakt einwerfen darf, dass z.B. drei Avocados 1000 Liter Wasser brauchen, bis sie reif werden. Seitdem habe ich halt keine einzige Avocado mehr gegessen. Mich hat sehr geschockt, muss ich sagen, dass man z.B. wenn man Schweine verkauft, oder bei mir war es eher bei der Tierzucht, dass die Bauern so wenig Geld für die Tiere an sich kriegen, obwohl die eben so viel Aufwand haben, allein die Nahrung kostet schon so viel.</p>



<p>04:27<br>Das hat mich sehr geschockt. Und auch das mit dem Massensterben, weil wir sind jetzt im 6. großen Massensterben und ich glaube, das war es halt fast keiner. Und das ist halt vor der Artenvielfalt her. Also das waren so die zwei Sachen, was mich sehr geschockt hat. Und wie Julia schon gesagt hat, als ich wieder Julia in Teilen gelesen habe mit Avocado, Butter und so, wie viel das braucht, da war ich auch sehr… Ja, seitdem habe ich auch meinen Avocado-Genuss ein bisschen nachgedacht.</p>



<p>04:54<br>Laura, magst du das ein bisschen näher erläutern mit dem Artensterben? Ja, es ist halt so, dass durch die ganzen Pestizide und so, was die Landwirte aufs Feld bringen, sterben eben sehr viele Insekten, kann man sagen. Und die meisten Leute denken, das sind die unnötigen kleinen Viecherlein. Aber dass die eigentlich so wichtig für unsere Gesellschaft sind und das ohne Bienen, das habe ich zum Beispiel erwähnt, ohne Bienen würde unsere Welt gar nicht so existieren, wie sie es gerade tut.</p>



<p>05:23<br>Und wir bringen die eigentlich mit unserem unnötigen Konsum alle um. Nach der Diplomarbeit hast du was bei dir verändert? Ja, ich denke sehr viel mehr nach, was ich kaufe, wo und auch mit dem Plastik und alles. Ich esse generell kein Fleisch, muss ich sagen. Und habe auch ein bisschen geschaut, dass ich ein bisschen Milchprodukte und so weniger konsumiere. Und eigentlich sehr viel.</p>



<p>05:50<br>durch das ich jetzt in Graz wohne, fahre ich halt sehr viel mit die Öffis und nicht mehr mit dem Auto. Jule, du verzichtest jetzt auf Avocado. Gibt es noch etwas auf das du verzichtest oder das du umgestellt hast? Nein, ich sage jetzt mal umgestellt nicht, aber einfach viel bewusster halt konsumiert und ich nehme mir die Zeit dafür zu kochen und einkaufen zu gehen, auf die Lebensmittel zu achten, die ich</p>



<p>06:20<br>wo es noch geändert hat, ich habe extrem viel Heidelberg und Himbeer gegessen, auch jetzt im Winter, das versuche ich zu vermeiden. Und wie gesagt, Plastik auf alle Fälle. Also bei meinem Einkauf, da ist eigentlich fast kein Plastik, lässt sich noch nicht ganz vermeiden, aber es gibt auf alle Fälle schon Fortschritte, will ich mal sagen. Nachdem ihr eure Diplomarbeit geschrieben habt,</p>



<p>06:47<br>Konntet ihr darüber mit Verwandten, Bekannten sprechen? Kam es dazu Diskussionen? Sehr sogar, muss ich sagen. Die Verwandten sind dann halt auch sehr neugierig, was man dann so geschrieben hat. Und dann gibt es halt auch noch so die Verwandten, die was nicht daran glauben, dass gerade alles so ist, wie wir es geschrieben haben. Und ich glaube, wir haben da beide sehr viel diskutiert mit Menschen. Ja, also die häufigste Aussage ist einfach…</p>



<p>07:13<br>ist eh wurscht, es wird ja eh trotzdem da hergeliefert. Man kann es dann irgendwann nicht mehr hören, man versucht trotzdem irgendwie auf die Menschen darauf einzureden und sich umzustimmen, aber ja, das ist dann halt eigentlich die häufigste Antwort gewesen, was ich persönlich gehört habe. Wie zum Beispiel meine Freunde oder Verwandte zahlen das mit Avocados vor allem, dann mit der Butter und mit den Milchprodukten auch vor allem, das</p>



<p>07:41<br>ist dann halt nicht zu glauben und wird eh trotzdem produziert und daher geschickt. Glaubst du bei diesen Gesprächen auch Erfolgsgeschichten? Kann ich jetzt gar nicht so sagen. Ich hoffe, sie haben es positiv aufgenommen und mitgenommen. Aber ob jetzt irgendwer was verändert hat? Also nicht, dass ich bemerkt hätte. Sagen wir mal so. Vielleicht mal Mama beim Einkaufen. Das ist mir jetzt schon aufgefallen. Also sie.</p>



<p>08:08<br>besucht jetzt öfters unseren Bauern in unserer Umgebung, unmittelbar von unserem Haus entfernt. Und ja, ich würde sagen, sie ist vielleicht die einzige Person, die ein bisschen was mitgenommen hat, weil sie es auch bemerkt hat. Und da bin ich eigentlich schon ganz schön stolz drauf. Also ich hätte auch gesagt, meine Mama und mein Papa, ja, weil meine Mama hat auch mit den Plastiksackern aufgehört. Das war das Erste, was sie eigentlich beigetragen hat. Und die…</p>



<p>08:36<br>Dann haben wir entschieden, dass sie alles vom Bauern kaufen, also vom Fleisch her auch. Und so wie Eier und so, das haben wir sowieso vom Nachbarn. Also das war es dann, also das, was wir meistens verändert haben.</p>



<p>08:51<br>Zum Thema Nachhaltigkeit. Ihr habt euch jetzt noch einiges recherchiert, eingelesen. Gibt es von eurer Seite einen Punkt, den ihr im Moment sehr kritisch seht, also der aktuell sehr am Brennen wäre? Ja, also mir macht das gerade ein bisschen stutzig, dass durch die aktuelle Corona-Pandemie der Klimawandel ein bisschen in den Hintergrund gerückt wird. Die Corona-Geschichte da.</p>



<p>09:19<br>weil das im Vordergrund steht, wie vom Klimawandel gerade kaum was erzählt, beziehungsweise kaum politische Schritte gesetzt. Das macht mich eigentlich ein bisschen stutzig und zugleich nachdenklich. Habt ihr das Gefühl, dass das Thema genügend in der Schule angesprochen worden ist?</p>



<p>09:38<br>Nein. Schade, dass man.</p>



<p>09:43<br>Hättet ihr Ideen, was man speziell anführen könnte in den Schulen? Was man speziell besprechen könnte? Na ja, durch die ganze Lehrgeschülerin, jeder Schüler hat mittlerweile schon ein Bild davon. Und es gibt hunderttausende Videos, wo es wirklich schreckliche Bilder über Folgen von Gino Wangel sieht. Und ich würde sagen, eigentlich…</p>



<p>10:11<br>sind Bilder besser als Worte oder sprechen Bilder eher für sich als Wörter, weil ich glaube sonst kann man nicht die Worte, also schwer in Wörter zusammenfassen. Man kann das dann vielleicht gemeinsam besprechen und vielleicht Ursachen finden oder, also, aber so, was man wirklich, also, Allah, die Theorie, glaube ich, reicht nicht aus. Ich würde wirklich eher auf Bilder und Videos zurückgreifen. Ja, oder Filme, weil wir haben ja einen Film her gezeigt.</p>



<p>10:39<br>Das ist jetzt die Jule bei dem praktischen Teil und der war halt auch sehr gut.</p>



<p>10:46<br>Wie ist die Erfahrung bei euch im Freundeskreis? Haben eure Freundinnen und Freunde auch irgendetwas umgesetzt, verändert, umgestellt? Oder sind aktiv in irgendwelchen Bereichen? Also wie gesagt, ich habe schon zwei Freundinnen, die sind vegetarisch, von denen war es auch das Grund, vom Klimawandel und von der Nachhaltigkeit sie dazu entschlossen haben.</p>



<p>11:15<br>Aber ansonsten habe ich keine großartigen Schritte für meine Freunde erkannt. Außer meine Familie. Bei uns in der Familie hat sich das echt verbessert. Wir sind auch zusammen geworden und versuchen, zu nachhaltig wie möglich zu wirtschaften. Ich habe schon etwas gemerkt bei meinen Freunden, dass sie ein bisschen aufmerksam auf den Klimawandel geworden sind. Wir haben einen Raum, wo wir uns immer treffen bei wem daheim.</p>



<p>11:45<br>Und da haben wir angefangen, Plastikbecher zu vermeiden und haben solche Hartplastikbecher, die man mittlerweile waschen kann im Geschirrspöler. Und da ist es mir schon aufgefallen, dass einige von meinen Freunden schon ein bisschen auch darauf achten. Vielleicht nicht so viel wie ich, aber schon auch. Findet ihr das noch Luft nach oben? Ja. Also wie…</p>



<p>12:14<br>Wie wir vorhin schon erwähnt haben, vor allem politische Schritte müssten, glaube ich, fallen demnächst, weil die Menschen alleine da das nicht schaffen. Ja, stimmt.</p>



<p>12:29<br>Welchen Prozentsatz würdet ihr sagen kann ein Konsument erreichen in Richtung Nachhaltigkeit versus muss die Politik machen? Also ich glaube das kommt auf die Person selber an. Aber prozentuell ist das sehr schwer zu sagen, wenn ich ehrlich bin. Also ich würde auf alle Fälle sagen, dass mehr als die Hälfte der Politik dazu beitragen muss.</p>



<p>12:59<br>sind der eine da und dann können wir den anderen konsumieren. Und somit hätte der Teufelskreis einigermaßen gelinnt, sage ich jetzt mal. Oder ab und zu Salat, das ist das ganze Gleiche. Wenn bei uns Salat wächst, dann brauchen wir doch keinen Salat für Italien, Spanien oder was auch immer wir holen. Weil es ist für mich der größte Blödsinn, was es überhaupt gibt. Weil wenn der da liegt, ist ja klar, dass er gekauft wird. Und wenn der da nicht liegt…</p>



<p>13:28<br>Dann kann man ihn anerkaufen. Dann sage ich Dankeschön für das nette Gespräch. Und ich wünsche euch noch auf alle Fälle viel Erfolg im Führerzug. Vielen Dank. Danke schön.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Es muss ja Verzicht ned immer heißen, dass der Weh tun muss, sondern dass man dabei persönlich auch etwas gewinnt&#8220; &#8211; Juliane Bogner</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/es-muss-ja-verzicht-ned-immer-heissen-dass-der-weh-tun-muss-juliane-bogner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 15:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[Natur & Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Seminarorte & Räume]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Natur und Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Seminarort]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungslocation]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Juliane Bogner, Organisatorin des Festivalgelände Wiesen, welches sich gerade in der Zertifizierungsphase für das österreichische Umweltzeichen &#8222;Green Location&#8220; befindet und im Juli 2021 ihr erstes Green Event veranstaltete.(Aufgenommen im April&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/es-muss-ja-verzicht-ned-immer-heissen-dass-der-weh-tun-muss-juliane-bogner/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Es muss ja Verzicht ned immer heißen, dass der Weh tun muss, sondern dass man dabei persönlich auch etwas gewinnt&#8220; &#8211; Juliane Bogner</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Juliane Bogner, Organisatorin des Festivalgelände Wiesen, welches sich gerade in der Zertifizierungsphase für das österreichische Umweltzeichen &#8222;Green Location&#8220; befindet und im Juli 2021 ihr erstes Green Event veranstaltete.<br>(Aufgenommen im April 2022)</p>



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<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://soundcloud.com/user-147650587/es-muss-ja-verzicht-ned-immer-heisen-dass-der-weh-tun-muss-sondern-dass-man-dabei-personlich-auch-etwas-gewinnt-juliane-bogner" title="„Es muss ja Verzicht ned immer heißen, dass der Weh tun muss“ – Juliane Bogner by Nachhaltig im Burgenland" width="1200" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1258707724&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=1000&#038;maxwidth=1200"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Juliane Bogner</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:00<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Juliane Bogner, Organisatorin des Festival Gelände Wiesen. Herzlich willkommen. Hallo. Das Festival Gelände Wiesen hat im Juli 2021 ihr erstes Green Event veranstaltet. Was war das und was heißt das für die Besucher?</p>



<p>00:29<br>Also die Veranstaltung heißt Artists, Drums and Fire, findet auch heuer wieder statt, heuer im Juni, damit auch Schulen und Kindergärten teilnehmen können.</p>



<p>00:38<br>Green Events hat uns schon immer fasziniert, deshalb auch, weil Wiesn so eingepättet ist in der Natur. Und sich meine Eltern auch als das Festgelände gebaut wurde, immer schon Gedanken gemacht haben, es soll jetzt nicht irgendein Blog darstellen in der Landschaft, sondern das soll sie natürlich gut integrieren. Deshalb haben sie geschaut zum Beispiel beim Bauen von den Gebäuden, dass die begrünte Dächer haben.</p>



<p>01:08<br>Nutzung hat für die Toiletten. Und jetzt haben wir geschaut Green Events, Green Location, was fehlt uns da eigentlich noch dazu. Und ein ganz ganz großer Punkt ist die Kommunikation. Festivals haben einen großen Vorteil, weil es wirklich eine breiten Wirkung haben. Wenn wir kommunizieren, wenn wir unsere Green Events Maßnahmen kommunizieren, motiviert es vielleicht auch andere.</p>



<p>01:34<br>Ein ganz großer Punkt ist die Besucheranreise, dass man die Besucher motiviert öffentlich anzureisen. In Wiesen ist der Bahnhof ungefähr einen Kilometer, eineinhalb Kilometer entfernt, das heißt da werden wir einen Shuttlebus einrichten. Und alle die sonst auch noch mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen, können an einer Verlosung teilnehmen. Das heißt wirklich positive Anreize zu schaffen, dass sich die Leute auch schon zu Hause überlegen.</p>



<p>02:02<br>Was gehört zu einem Green Event dazu und wie komme ich dorthin? Wie vermeide selbst ich als Besucher auch meinen CO2-Fußabdruck? Ihr seid gerade dabei, euch für das österreichische Umweltzeichen für Green Location zertifizieren zu lassen. Was braucht man für so eine Zertifizierung? Da dahinter steckt eine große Datenbank vom Bundesministerium, die man befüllen muss.</p>



<p>02:27<br>Das sind so ungefähr 200 Fragen in verschiedenen Kategorien, die man beantworten muss und wo man natürlich auch Beweise hochladen muss. Wie schon gesagt, da geht es dann um Anreize vom Besucherstrom, also öffentliche Anreise. Da geht es auch um die Anreise der Musiker oder der Darsteller. Da geht es um Wasser, Wasserverbrauch.</p>



<p>02:53<br>Da geht es um ein Abfa um Recycling und noch viele weitere Punkte. Genau, und das geht heute nicht von heute nach morgen, sondern da muss man sich immer wieder neu einlesen pro Punkt und muss sich überlegen, wie setze ich das wirklich ideal um und wie beweise ich es auch, dass es in Wiesn so gemacht wird. Und wenn wir diesen Grundstock einmal gelegt haben,</p>



<p>03:19<br>und diese Zertifizierung für Green Location haben, dann ist es für unsere verschiedenen Veranstalter umso attraktiver und einfacher selbst ein Green Event umzusetzen. Wie nehmen das die Besucher auf? Den Wiesenbesucher gibt es nicht, sage ich jetzt einmal ganz salopp, weil es nämlich so viele verschiedene Genres gibt. Aber ich glaube, dass jetzt überhaupt in den letzten Jahren sehr das Bewusstsein dafür geschaffen wurde, dass sowas wichtig ist. Doch.</p>



<p>03:47<br>Also durchaus positiv. Ich hätte jetzt nicht mitbekommen, dass sich da irgendjemand darüber lustig macht oder da was zu kritisieren hat. Ich glaube, dass es immer immer wichtiger ist und wir merken auch, wenn wir in Kommunikation stehen mit potenziellen Veranstaltern, dass das immer ein großes Plus ist, wenn man sagt, okay, in Wiesn kann man halt auch wirklich einfach Green Events veranstalten. Mit der Zertifizierung und mit diesen…</p>



<p>04:16<br>Mit der Umstellung eigentlich, hat sich da etwas bei dir persönlich auch getan in Richtung Nachhaltigkeit? Natürlich, und darum mache ich sowas auch relativ gern, obwohl es natürlich zeitaufwendig ist, aber trotzdem mache ich dann immer wieder bewusst, was man eigentlich tut.</p>



<p>04:40<br>und wie man es verbessern könnte. Auch diese Zertifizierung, auch wenn es noch so zart ist, trotzdem macht man sich dann wirklich aktiv Gedanken und wie man es besser machen kann. Also ich finde das schon sehr, sehr wichtig. Gibt es eines dieser neuen Dinge, die dir jetzt einfallen? Ich glaube, die neuen Dinge, es ist halt, wenn man von der Organisationsseite kommt. Wir organisieren ja auch die Gastronomie am Festivalgelände.</p>



<p>05:09<br>Und da war uns hinter der Bar schon immer sehr wichtig, dass wir den Müll trennen zum Beispiel. Für die Besucherseite, wenn dann schon, was ich nicht, 8.000 Leute zum Beispiel kommen, das ist unsere Gesamtkapazität, dann redet man immer von Mülltrennung, weil man wirklich froh ist, wenn es ganz einfach sauber bleibt. Und da nehmen wir uns jetzt selbst ein bisschen strenger bei der Hand und sagen, na, trotzdem, wir bieten es den Besuchern wenigstens an, dass Müll getrennt werden kann.</p>



<p>05:35<br>Ob sie es dann annehmen oder nicht, ist je nach Festival verschieden und liegt dann trotzdem an der Verantwortung des Einzelnen. Aber dass wir trotzdem in solche Details dann auch mit Zeit und Energie investieren. Gab es interessante Erlebnisse jetzt vielleicht im Gespräch auch mit den Künstlern oder mit der Gastronomie oder wer auch immer bei euch jetzt mit Produkt verkauft oder anbietet?</p>



<p>06:02<br>Also mit den verschiedenen Catering-Unternehmen muss man dann auch Verträge abschließen. Und das Umweltzeichen sorgt dann ganz genau, was in diesen Verträgen oder schlägt vor, was in diesen Verträgen drinnen zu stehen hat. Und so kommt man halt dann wirklich ins intensive Gespräch auch mit.</p>



<p>06:19<br>Leute, mit denen man eigentlich schon seit Jahrzehnten zusammenarbeitet und kommt halt auch wieder drauf, okay, das oder das könnte man besser machen. Zum Beispiel, wenn man Ice-Creme verkauft, dass es dann nicht in einen Open-Cooler verkauft wird, sondern dass das wirklich geschlossen ist und so wieder Energie spart etc. Ein ganz großer Vorteil in Wiesn ist, dass die Energieversorgung, wenn wir schon bei dem Thema sind…</p>



<p>06:46<br>von Energie Burgenland bereitgestellt wird und somit sind wir sowieso ökostrommäßig abgedeckt. Und zusätzlich haben wir dann noch eine Photovoltaikanlage. Also es sind schon recht gute Rahmenbedingungen in der Hinsicht, weil Energie ist natürlich auch ein ganz, ganz großes Thema. Was vielleicht auch noch ist, also ein ganz, ganz großer Faktor ist die Kommunikation.</p>



<p>07:13<br>Und auch wenn man zum Beispiel Bio-Produkte anbietet oder regionale Produkte anbietet, nachhaltige Produkte anbietet, dass man das auch groß kommuniziert. Das ist das Wichtige. Damit die Leute halt wirklich aktiv mitbekommen.</p>



<p>07:30<br>Wo kommt jetzt dieses Produkt her, wenn das zum Beispiel der Feuerfleck ist, der was regional produziert wird, oder wenn das andere saisonale Produkte sind, dass man Speisekarten ausschreibt und dort auch wirklich dazu schreibt, vegan, vegetarisch, biologisch, regional oder saisonal. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Was ich gelesen habe, ihr habt ja eine spezielle Verarbeitung eures Regenwassers. Kannst du mir da Näheres erzählen? Ich finde das interessant.</p>



<p>07:59<br>Genau, also unsere Besucher-WCs sind im Jahr 1997 gebaut worden und da hat man gleich geschaut, dass man ein 54.000 Liter umfassendes Rege integriert. Und mit diesem Wasser werden die Toiletten gespült, genauso wie unsere Grünanlagen bewässert.</p>



<p>08:20<br>Und unsere Grünanlagen haben auch so einen Sensor. Das heißt, es wird auch wirklich nur bewässert, wenn es trocken ist. Das spart halt schon irrsinnig viel Wasser. Das heißt, wenn man aufs Festivalgelände kommt, ist unter einem ein riesengroßer Wassertank. Nein, nein, nein. Sozusagen, ja. Gab es irgendwelche Schwierigkeiten auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit für euch? Oder was hat sich besonders als schwierig hervorgetan?</p>



<p>08:46<br>schwierig in dem Sinn, dass es zeitaufwendig ist und dass das praktisch eine extra Aufgabe darstellt. Was man freiwillig macht, wo man dann sagt, das hilft dann vielleicht schon, dass man Aufmerksamkeit hat, bis die mediale Aufmerksamkeit auch ein bisschen der Werbefaktor dabei ist, aber was nicht jetzt eins zu eins wirklich zum Beispiel in Ticketverkäufe zu messen ist. Und einen Auftrieb haben wir bekommen, in dem wir 2015</p>



<p>09:15<br>haben wir Kontakt aufgenommen mit der Mata Bissmann damals, die verantwortlich war für ein EU-Projekt für energieeffiziente Festivals in Europa. Die hat praktisch Fallstudien gesucht in ganz Europa und hat sich verglichen, welche Festivals welchen Energieverbrauch haben und welche kreativen Lösungen, um energieeffizienter zu sein. Und wir haben damals die Mata angerufen und haben gesagt, weil sie ist eine Grazerin, haben gesagt, schaust du mal nach Wiesn? Wir…</p>



<p>09:43<br>Wir wären halt neugierig, wie wir im Vergleich zu anderen stehen. Und da haben wir uns zum ersten Mal wirklich hingesetzt und explizit aufgeschrieben, was es in Wiesn schon alles in Richtung Nachhaltigkeit eigentlich umgesetzt wurde, ohne dass wir es jeweils nach außen getragen haben. Das haben wir jetzt sammengeschrieben und sie ist dann wirklich gekommen und hat gesagt, das ist ja spitze, ja, also ist seit dem Spitzenfeld in Europa mit dabei, das gehört auf jeden Fall noch mit hineingenommen.</p>



<p>10:09<br>Das war dann schon die Endphase dieses EU-Projekts. Trotzdem hat es uns dann noch zu den Awards nach Barcelona eingeladen. Und wir sind auch in der Kategorie Star Venue dann noch nominiert worden. Und das war halt der Auftrieb, weil man sich, ok, da ist ja schon irrsinnig viel da, das gehört kommuniziert und man muss sich selber motivieren, dass man weitere Schritte setzt und im besten Fall motiviert man dann andere auch, was in diese Richtung zu tun.</p>



<p>10:37<br>Man muss ja dessen bewusst sein, dass ein Musikfestival, wenn es dann in die Tausende oder in die Zehntausende geht, natürlich ein ganz, ganz großer Energiefresser ist. Deshalb ist es so wichtig, dass sich die Branche einfach Gedanken macht. Wie kann man da energieeffizienter sein, wie kann man da umweltfreundlicher sein. Wir haben auch schon sehr, sehr lange das Mehrwegbecher-System in Wiesn. Also da gibt es keine Wegwerfbecher mehr. Und wir haben unsere eigene Becherwaschanlage vor Ort.</p>



<p>11:07<br>Die Becher werden wirklich dort gewaschen und müssen auch nicht wieder hin und her transportiert werden.</p>



<p>11:14<br>Gibt es nächste Schritte oder zukünftige Projekte, die ihr plant? Unsere Pilotveranstaltung ist das Artist Trumps &amp; Fire. Und natürlich wollen wir dann den Schritt gehen, dass wir sagen, das bleibt nicht die einzige Veranstaltung, die Screen Event zertifiziert ist. Ein Festival, das über drei Tage geht und jeweils 8000 Besucher pro Tag hat, ist natürlich eine ganz andere Dimension. Trotzdem eben mit dem Artist Trumps &amp; Fire wollen wir uns so ein bisschen</p>



<p>11:44<br>an das Thema herantasten. Und dann ist das Ziel, dass jede Veranstaltung in Wiesens, sei sie entweder klein, eintägig oder mehrtägig und groß, als Green Event stattfindet. Aber das ist Learning by Doing. Also das geht nicht von heute nach, von heute auf morgen, sondern ja. Festivals werden ja verbunden natürlich mit Übernachtung und mit Kampieren. Und…</p>



<p>12:11<br>Ich habe es dann erlebt, das war eh Anfang 2000er Jahre, Ende 90er Jahre, es sind irrsinnig viele Zelte, einfach nur liegen geblieben am Campingplatz. Das heißt, die Besucher haben sich nicht die Mühe gemacht, sie haben wahrscheinlich billig irgendwo ein Zelt gekauft und haben es dann wirklich stehen lassen. Und da waren wirklich sehr große Müllberge dann. Dem wollen wir auch entgegenwirken, indem wir jetzt ein Zelthotel anbieten. Das heißt, du kannst wirklich…</p>



<p>12:40<br>Beim Punk in Troubling machen wir das, das ist am 20. Mai unsere erste Veranstaltung. Da kommst du hin, also im Vorhinein kannst du dein Zelt buchen für zwei oder drei Personen. Und dann kommst du hin und dein Zelt wartet schon auf dich und wird genauso wieder abgebaut. Das heißt, die Zelte werden mehrmals benutzt und es ist viel weniger Müll da. Also auch das geht in diese Richtung. Das ist aber natürlich nicht das einzige Festival, das uns das anbietet, aber ich finde den Trend wirklich gut und wichtig.</p>



<p>13:10<br>Und dadurch, dass es Wiesen auch schon so lange gibt, jetzt sind teilweise Besucher bei uns, wo die Eltern schon in Wiesen waren. Und die holen dann die Besucher ab vom Zeltplatz und sagen, da schaut es ja aus wie einen Schweinestall.</p>



<p>13:27<br>So verlässt du Wiesn nicht, weil wir haben auch immer gescheit zusammengerammt und wo die Eltern dann wirklich mit dem Müllsack warten und sagen, na, du steigst erst ins Auto ein, wenn du ordentlich zusammengeräumt hast. Aber das ist halt das Schöne, weil es sich jetzt wirklich gene gibt, es gibt schon Verbindungen zu Wiesn. Und es gibt sehr, sehr viele Leute, die mit Wiesn ganz einfach eine gute Zeit verbinden.</p>



<p>13:52<br>Ich habe gelesen, du hast ja was völlig anderes studiert. Na, völlig anders, ist das nicht. Aber vom Bereich nach etwas nicht typisch Festival-mäßiges. Wenn du jetzt wieder vor dieser Frage stehen würdest, was du für eine Ausbildung machst, würdest du es wieder tun? Ja, doch, absolut. Also ich habe Kultur und Sozialanthropologie studiert. Das Thema meiner Diplomarbeit war aber dann norwegische Nationalparks.</p>



<p>14:22<br>und die rechte indigener Völker. Also ich finde gar nicht, dass es so weit weg ist, dadurch, dass Wiesen halt von Anfang an sehr multikulturell war. Das heißt, diesen völkerverbindenden Charakter hat ja Wiesen immer ausgezeichnet. Wir waren immer Menschenrechte und die Kombination mit Umweltschutz hat mich schon immer sehr interessiert. Und genau die Themen bringe ich eigentlich jetzt wieder ein. Also gar nicht so weit hergeholt.</p>



<p>14:50<br>Sprachen habe ich auch schon immer sehr gern gelernt und das braucht man bei uns auch absolut. Wenn man mit Musiker kommuniziert, also Englisch sowieso, dann probiere ich immer wieder ein bisschen Spanisch und Norwegisch einzubringen, aber das klappt noch nicht so. Bleiben wir lieber bei Englisch. Nachdem du jetzt selbst auch viel umgesetzt hast im Vera und wahrscheinlich auch im privaten Bereich, vieles auch bewusst erkannt hast, was du selbst schon umgesetzt hast.</p>



<p>15:20<br>Wie hättest du Tipps für jemanden anderen, der auch etwas umsetzen möchte, aber noch nicht ganz weiß wie? Ich glaube es ist ganz ganz wichtig, dass man sich nicht verboten setzt, sondern dass man sieht, dass man das Positive hervorstreicht. Ich zum Beispiel wirklich sehr wenig Fleisch. Ich tue das aber nicht, indem ich mich selbst quäle und sage ich darf den Schweinsbrot nicht zum Beispiel nicht essen, sondern ich habe halt einen Weg gefunden. Ich liebe die indische Küche.</p>



<p>15:50<br>Und es gibt so viele gute, schmackhafte vegetarische Gerichte ganz einfach. Und das kann man natürlich in jedem Bereich umsetzen. Es muss ja Verzicht.</p>



<p>16:06<br>nicht immer heißen, dass der wehtun muss, sondern dass man dabei persönlich was gewinnt. Ich habe jetzt auch Reportage gesehen über, oder eine Studie war das, wo sie Freiwillige gemeldet haben. Die haben gesagt, okay, sie fahren jetzt nicht mehr mit dem Auto. Ich bin auch weit davon entfernt. Aber die haben auch gesagt, rückblickend dann, sie haben wirklich Lebensqualität daran gewonnen.</p>



<p>16:29<br>weil es mit dem Radfahren oder weil es spazieren gehen, weil es Bewegungen in der frischen Luft machen. Und weil es dieser Stress teilweise auch ein bisschen wegfällt, wenn es deinen Rhythmus gefunden hast. Also ich glaube, man muss ganz einfach den positiven Gewinn dabei sehen und sich bewusst machen. Ja, danke Juliane für das tolle Gespräch und ich freue mich schon auf die nächste Inns. Immer willkommen in Inns. Danke.</p>



<p><a href="https://www.wiesen.at/info/greenwiesen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.wiesen.at/info/greenwiesen</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich bin sicher kein Weltverbesserer&#8220; &#8211; Christian Wagner</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/ich-bin-sicher-kein-weltverbesserer-christian-wagner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 15:43:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/?p=2960</guid>

					<description><![CDATA[Podcastreihe "Jeder Schritt zählt". Zu Gast: Christian Wagner, Freund von Natur und Artenvielfalt und auch Obmann des Vereins Bienenoasen in St. Georgen/Eisenstadt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Christian Wagner, Freund von Natur und Artenvielfalt und auch Obmann des Vereins Bienenoasen in St. Georgen/Eisenstadt<br>(Aufgenommen im September 2021)</p>



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https://soundcloud.com/user-147650587/jeder-schritt-zahlt-im-gesprach-mit-christian-wagner
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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Chistian Wagner</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:05<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner &#8211; Ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Christian Wagner, Freund von Natur und Artenvielfalt und auch Obmann vom Verein Bienenoasen in St.Georgen. Hallo Christian. Hallo Sarah. Hallo. Wie kamst du zum Thema Bienen? Das war eher zufällig. Es war vor drei Jahren, da hat einer von den Pächtern, die mir den Feld nicht mehr bestellt.</p>



<p>00:33<br>Und zu dieser Zeit lernte ich einen Imker kennen. Und der hat gemeint, der braucht Plätze, wo er Bienen aufstellen kann. Und somit sind wir zum Thema Bienen gekommen. Und wir hatten ein kleines Projekt entworfen mit Bienen, mit einem Bienenlehrpfad, mit Bienenführungen. Und das hat sich dann weiter gesteigert und weiterentwickelt zu dem Projekt, das es jetzt geworden ist. Das heißt, wie sieht das Projekt jetzt genau aus? Das Projekt sieht jetzt so aus, dass wir die Bienenasen gegründet haben.</p>



<p>01:00<br>Wir hatten fünf Bienenvölker, wir haben Bienenlehrpfad und einige Klassen zu Besuch. Wir haben einen Vertrag mit der Firma Plagus und dank Corona sind die Besucher natürlich ausgeblieben. Zu dieser Zeit sind aber die geschützten Lebensräume, das Rochusgebiet und der Hedgeltberg in den Vordergrund gerutscht, oder in den Fokus gerutscht. Wir haben im Land die Vereinbarung, dass wir die Pflege der geschützten Lebensräume übernehmen, über den Verein.</p>



<p>01:29<br>wenn das Ganze auch beweidet werden kann. Und somit sind wir über die Biene zur Schafe gekommen. Die Schafe waren voriges Jahr sehr brav, haben aber nicht den erwünschten Erfolg erzielt. Die haben zwar das Gras und die Blätter schon gefressen, aber sie haben keine Schäden angerichtet am Holz und somit haben wir heuer zu den Schafen noch Ziegen dazu bekommen, sodass das Ganze abgerundet wird. Das ganze Projekt sieht so aus, dass wir insgesamt 7 Hektar Land gebracht haben in dem Verein.</p>



<p>01:57<br>7 Hektar können wir sofort drauf, wenn wir sie brauchen, und 15 Hektar haben die Naturschutzgebiete. Und im Winter ist der Großteil unserer Tiere draussen im Weingarten vom Weingut Nera. Das heißt, im Winter ist es den Tieren gar nicht kalt? Nee, also die sind im Winter besser angezogen wie wir, bei jedem Winter. Zu den Leerpfaden hast du erwähnt, dass ihr da Kinder auch bei euch habt. Was macht ihr da?</p>



<p>02:20<br>Wir haben sechs Schaudhofen, wo aufgezeigt wird das Leben der Bienen, das Leben im Stock, die Honigproduktion. Am Ende des Lehrpfades war immer, dass wir die Kinder teilweise in kleine Imkergewänder gesteckt haben. Und wir haben einen Bienenstock geöffnet und haben teilweise auch den Honig direkt von den Waben herunterschlecken lassen. Es ist sehr spannend.</p>



<p>02:44<br>Ich muss sagen, die Kinder haben keine Scheu vor den Bienen. Das waren eh immer die Betreuer und die Lehrerinnen, die zurückgezuckt sind. Was gefällt den Kindern da ganz besonders dabei? Was fällt dir da so auf? Wir haben jetzt zwei Aspekte. Zum einen nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsene. Es hat keiner mehr einen Bezug zu Nutztieren. Ich sage jetzt ganz provokant und ist so. Es sehen zwar alle immer schön, die lieben Schafe und die lieben Ziegen, wenn sie über die Wiesen hüpfen.</p>



<p>03:12<br>Und das Schlimmste, was zurzeit wirklich passiert, ist, dass die Tiere vermenschlicht werden. Das heißt, im Endeffekt wird immer umgelegt, was habe ich im Wohnzimmer und so sollen es die Tiere auch haben. Im Endeffekt ist es aber für die Viecher immer noch, je einfacher, je besser, je natürlicher, je besser. Und wenn es draußen minus 8 Grad hat, dann hat es draußen minus 8 Grad und die stehen ja dazu. Und die brauchen da keine Unterstützung, keine Hilfe. Die Kinder sind sowieso fasziniert auch bei den Bienen.</p>



<p>03:39<br>Die Bienen erleben auch etwas anderes, wenn hin und wieder eine vorbeisummt. Und was dann heißt, Huchbach auf, pass auf, eine Biene. Und bei den Tieren, wenn man mit Futter zu den Tieren zugeht, dann kommen auch die Schafe und die Ziegen auf einen zu, weil ohne Futter geht es eh nicht. Und dann ist das für die Kinder schon ein Erlebnis, weil sie es eh nicht gewohnt sind oder maximal vom Fernsehen heraus kennen.</p>



<p>04:05<br>Tierhaltung in diesen Zeiten, die wir jetzt haben, ist nicht mehr selbstverständlich. Es sind hochkomplexe Geschichten, sowohl von den gesetzlichen Auflagen her bis hin zu allem, was die Tiere, weil im Endeffekt sagen sie ja sowieso die Tiere, was sie haben wollen, was sie brauchen. Und das sind schon sehr komplexe Geschichten. Wie ist der Anklang von den Menschen in der Umgebung, die jetzt so direkt in der Umgebung leben? Wir sind vereinsmäßig organisiert, haben insgesamt 58 Mitglieder, Sponsoren, Gönner und Unterstützer.</p>



<p>04:35<br>Das Projekt wird aber vom Großteil des Dorfes mitgetragen, weil eben auch die Kinder selbst zu Ärzten Corona-Zeiten immer einen Anlaufpunkt hatten. Von der Resonanz her lässig. Es sind sehr viele, die draußen spazieren gehen mit den Hunden und immer Rückmeldungen geben, wie jetzt am Wochenende, da ist die Wiese leer, wo sind die Schafe? Na klar, die haben wir am Sonntag verlegt.</p>



<p>05:00<br>Es hätte aber sein können, dass auch die Schafe ausgepüxt sind, aus welchem Grund auch immer. Da weiß ich hoppala, da ist was im Laufen. Also es ist schon sehr lässig, wie auch die Unterstützung aus dem Dorf heraus ist. Die Schafe püksen immer aus, wenn irgendetwas nicht stimmt. Das heißt, wenn ein Hund zu Bellen anfängt vor die Netze oder vor die Litze, dann kann es sein, dass sie auf der drüben Seite herausspringen. Ist passiert. Wenn wir sagen, die Wiese ist zwar schon gut abgefressen, aber wir wollen noch andrücken.</p>



<p>05:28<br>das heißt Druck auf die Wiese ausüben, dass sie besonders schön blüht nächstes Jahr, dann kann sein, dass die Schafe sagen, wir wollen nicht mehr und dann sind sie weg. Oder wenn sie nicht weg sind, sind wir mal draußen. Voriges Jahr und heuer ist uns passiert, dass wir eine Schafgruppe zwei oder drei Tage gesucht haben. Voriges Jahr hat irgendjemand den Zaun umgelegt, heuer haben die ziegenden Schafen gezeigt, wie es rausgeht. Ist natürlich zäh, wenn die zwei, drei Tage unterwegs sind, irgendwo am Leiterberg und wenn man keine Ahnung hat, wo die gerade sind.</p>



<p>05:57<br>Aber auch hier wieder im Zusammenspiel mit den Fußgehern, mit den Spaziergängern, mit der Exekutive und der Jägerschaft. Ich darf auch nicht vergessen, wir haben die Schafe immer wieder gefunden. Ja, die Weinbauern, die sind sowieso klar. Aber wir haben die Schafe immer wieder gefunden und es ist immer wieder spannend, welche Wege die gehen. Und im Endeffekt sage ich, meine Tiere gehen prinzipiell immer bergab. Das heißt, wenn ich sie suche, dann nur bergab.</p>



<p>06:22<br>Die große Gruppe haben wir heuer gesucht, da war ich gestanden, nach drei Tagen vor der Ortsdaffe von Eisenstadt und hat auf mich gewartet, mehr oder weniger. Zurückfinden tun sie nicht mehr. Was machst du dann normalerweise, wenn so eine Gruppe verschwindet? Also rufen wir direkt bei der Polizei an, fliegen uns in ein paar Schafe weg? Ein paar Schafe ist gut, alle oder keine. Entweder die ganze Gruppe in einzelne Schafe haben wir noch nie gesucht. Im Endeffekt geht man her und schaut einmal, wo sie sein können. Man sucht die Möglichkeiten ab.</p>



<p>06:52<br>Wenn sie einen Berg haben, da brauchen sie keine Pfeifen, da sind sie eher am Berg, da ist es egal. Wenn sie das Umfeld verlassen, dann ist immer der erste Anruf bei der Jägerschaft. Das ist der Jagdleiter, da muss informiert werden, die Polizei wird informiert. Und dann kommt der klassische Weg, Facebook und die WhatsApp-Gruppen.</p>



<p>07:14<br>Und wenn man immer noch keinen da hat, OF. Also es sind wirklich Wege, die vorgegeben sind und die funktionieren bestens. Also wir haben wirklich zwei Mal überhaupt heuer ein Riesenglück gehabt, da sind die Schafe abgetaucht in den Eisenstädter Wald und da sind sehr viele Muffler und wenn sie die verbinden, dann findet man sie nie wieder. Haben natürlich sofort reagiert, die Schafe sind mit, ja die Gruppe ist mit dem GPS ausgerichtet, das heißt sollten sie wieder wirklich…</p>



<p>07:39<br>Ausbüxen, weil von einem Auskommen ist ja kein Problem, aber sollte man sich wirklich wieder ausbüxen, dann können wir auch nachvollziehen und nachverfolgen, wo sie gerade sind. Das Projekt war ja für dich quasi Neuland. Also du hast dich in dem ganzen Bereich so noch nicht ausgekannt, habe ich jetzt verstanden. Stimmt das? Ja, das stimmt insofern. Wir hatten natürlich früher zu Hause Tiere, wir haben Händel gehabt, wir haben…</p>



<p>08:03<br>Das hat sich ja dann im Laufe der Jahre bis hin zu den späten 80er Jahren, Anfang der 90er Jahre alles aufgehört.</p>



<p>08:14<br>Auch ich musste viel lernen. Ich bin regelmäßig bei den Schulungen in der Land dabei. Ich muss mich sehr viel einlesen, auch im Internet über die verschiedenen Sachen. Wir sind ein Mitglied beim Tier Burgenland. Ich habe mit dem Doktor Herrn Trinic einen Tierarzt, der mir jederzeit zur Seite steht, zumindest telefonisch, wenn ich ihn brauche. Das sind schon die Hilfen, die notwendig sind, wenn man ein Projekt beginnt und auf der anderen Seite.</p>



<p>08:42<br>Man muss halt sehr viel lesen und das ist das Wichtigste überhaupt, das ist der Umgang mit den Tieren. Ich merke es an mir selber auch, man wird ruhiger. Wenn man mit Bienen arbeitet, ist Ruhe absolut Nummer eins. Bei den Schafen gibt es keine Hektik, da ist Ruhe. Und selbst wenn es einmal auspüxt und man findet, man geht ruhig an, Hektik bringt nichts und das ist eine der wichtigsten Sachen überhaupt.</p>



<p>09:03<br>dass man sagt, man gewinnt eine Ruhe in dem, was man tut, das ist lässig. Natürlich hin und wieder machen die Türen nicht das, was sie sollen, da denken wir, aber im Endeffekt, es bringt nichts, es geht alles nur über die Ruhe weg. Hast du etwas gelernt, mit dem du gar nicht gerechnet hast? Gelernt, mit dem ich gar nicht gerechnet habe? Ich war bis Februar dieses Jahres der größte Ziegenhasser, den es gibt.</p>



<p>09:32<br>weil ich der festen Meinung bin, dass man Ziegen in der extensiven Tierhaltung fast nicht halten kann. Ich habe auch das Glück, dass ich eine Ziegengruppe habe, die hält. Die zweite Gruppe, die geht da an spazieren, da weiß ich genau, die brauche ich nicht suchen, weil ich genau weiß, wo sie sind. Da ist ein Berg, wo man diese große Höhe glückt, da haben wir 360 Grad rund um den Panoramablick.</p>



<p>09:58<br>und das ist schon lieberfalls der Feld, Herr Hügel, und dort sind die Ziegen, also die brauche ich nicht zu suchen. Ansicht Ziegenhaltung ist…</p>



<p>10:06<br>deutlich problematischer als die Schafe, weil sie vom Fressen her Häkler sind, sie sind deutlich wehleidiger, sie sind wählerischer, sie sind eigentümlicher und sie sind viel neugieriger. Und aus dieser Neugierde heraus passiert, dass sie sagen, da ist zwar schön, wo du mich hingestellt hast, aber ich will schauen, was da drüben unter dem Baum liegt und da sind sie drüben unter dem Baum. Da können wir zwar wieder zurück, weil sie würden sich eh nur dagegen schauen, aber sie sind halt gerade nicht da.</p>



<p>10:33<br>Und das ist mitunter immer spannend. Also die Schafe sind, du stellst dich hin und sagst, da ist Wasser, da ist Futter, da ist Zaun, bleibst du da und die sagen, ok, wenn das passt, dann bleiben wir. Die Ziegen sagen super, aber ich glaube da drüben beim Baum ist es auch schön, dann schauen wir uns die halt an. Und das ist wirklich ein sehr spannendes Unterfangen, wo jeder Ziegenhalter mir sicher recht gibt, weil das einfach im Wesen der Ziegen liegt. Die Schafe und die Ziegen sind um 180 Grad verschieden gepolt. Ich sag immer wieder spannend auf der Wiese, wenn du beide beieinander hast.</p>



<p>11:06<br>Du hast vorhin erwähnt, dass du auch in Kooperation mit dem Land Burgenland arbeitest und zwar an den Natu Inwieweit hat diese Art Erhaltung mit Naturschutz zu tun? Extrem viel, extrem viel und sehr viel. Wir sind auf der einen Seite in der Erhaltungstucht von den Waldschafen.</p>



<p>11:26<br>Und wir sind herdbuchführend, das heißt wir sind in der Haltungssucht dabei und wir haben die Zuchtlinie aufrecht zu halten und zu bewahren. Das ist einmal das eine. Waldscharfe gibt es glaube ich 600 Stück in Österreich, davon sind 5% bei uns in St. Georg und das ist nicht gerade wenig. Auf der anderen Seite…</p>



<p>11:49<br>haben wir die Pflege von den geschützten Lebensräumen in St. Georgien, das Gebiet hinter der Rochuskapelle und auf der anderen Seite in Hetschelberg.</p>



<p>11:57<br>Da sind wir mit dem Verein der Burgenendischen Naturschutzorganen zusammen und mit Land Burgenland. Auch diese geschützten Lebensräume gibt es zu bewahren. Das größte Problem, das wir in den geschützten Lebensräumen haben, ist die Verbuschung. Die Verbuschung kann man nur im Zaum halten, wenn sie beweidet werden. Beweiden kann man es wieder nur mit Schafen und mit Ziegen, was einen Sinn macht. Somit hat sich der Kreislauf geschlossen. Im Winter.</p>



<p>12:24<br>Die Kooperation ein wenig näher ist, die kann man nur unterstreichen. Weil im Endeffekt durch die Winterbegrünung die…</p>



<p>12:33<br>Wenn der junge Winzer angebaut oder in den Weingärten angebaut, schaffen wir es, dass wir bis Ende Jänner keine Zufütterung haben, sondern einfach mit dem natürlichen Futter des Doids schlichtweg geartet werden können. So ist das wirklich ein Rundumprojekt geworden. Ich sage, da greift immer ein Stein ins andere eine, und das ist extrem wichtig für den ganzen Ablauf.</p>



<p>12:56<br>Merken die Weinbauern auch einen Unterschied beim Wein? Wenn das so? Auf dem Wein, wie sich das auswirkt, für das ist das Projekt noch zu jung. Wir haben jetzt mit Johannes das Projekt am Laufen, ganzjährige Beweidung vom Weingärten, da wir aber auf andere Schafrasse zurückgreifen müssen, weil die Wirtschaft doch ein bisschen zu groß ist für das. Aber grundsätzlich, ich muss sagen, merken, du hast das auf jeden Fall bei der Bodenentwicklung.</p>



<p>13:22<br>Weil über den Winter der Boden getüngt wird, es wird gleichzeitig der Boden belüftet, es wird das Ganze eingearbeitet in dem Boden. Also die Auswirkungen sind schon da, nur wir sind jetzt gerade im ersten Jahr und da kann man es noch direkt nicht messen. Aber es macht sicher Sinn. Wir sind fest davon überzeugt, dass es sicher Sinn macht. Gibt es eine Veränderung, die du für die Zukunft erhoffst, dass wir noch erreichen? Ne, eine Veränderung erreichen.</p>



<p>13:52<br>Ich bleibe jetzt irrealistisch, ich bin sicher kein Weltverbesserer. Dass sich das Klima bei uns verändert hat, das sieht man sowieso. Da braucht man nur mit offenen Augen durch die Gegend gehen. Wenn ich jetzt auch raufschau am Leiterberg, in die Robinenbestände, die hängen sind, da kann man sich redern. Das ist eben das Zeichen, dass man, oder eben bedingt, dadurch, dass man die letzten…</p>



<p>14:17<br>15 Jahre fast keine Winterfeuchtigkeit gehabt haben. Die Böden sind ausgegangen, die Robinen überleben das einfach nicht mehr. Und jetzt kommt es nicht nur, dass jetzt die Robinen sind. Seit einigen Jahren geht es auch schon mit den Eichen und mit den Buchen los. Das sind alte Eichen, wo es einen Durchmesser von 80 bis 100 Zentimeter hat, wo schlichtweg für ein Jahr andere wegsterben, weil sie es nicht mehr schaffen. Das heißt, ein Dauereingreifen ist eh unmöglich. Wir können nur den kleinen Raum, den wir haben.</p>



<p>14:43<br>helfen und mitarbeiten, dass man sagt, das bewahren wir, das wollen wir schützen und dort wollen wir, dass das Gehör noch runtergeht. Das ganze große globale Thema Klimaerwärmung, für das sind wir jetzt klein, da müssen andere Kräfte ran. Aber wir können nur schauen, dass wir das Ganze in unseren Breiten und in unseren Möglichkeiten so gut wie möglich machen. Welche Tipps würdest du jemandem geben, der auch gerne etwas umsetzen möchte, aber noch quasi am Anfang steht?</p>



<p>15:15<br>Das Wichtigste ist immer im Vorfeld die Planung oder vor der Planung eine gute Leitidee. Die Idee ist immer das Wichtigste. Wenn die Idee einmal steht, dann geht es flott dahin. Aber die Idee muss stehen. Wenn du eine Idee hast und du stehst und weißt, was du machen möchtest, dann kommst du davon, du brauchst Partner, du brauchst Nebenleute und dann kann aus dieser Idee ein Projekt werden. Und wenn das Projekt steht, dann wird es spannend.</p>



<p>15:44<br>Danke Christian für deine Zeit auf alle Fälle hier draußen, St.Garden, mit Wind, Vögeln, jede Menge Bienen dazwischen und Schmetterlingen, die wir wahrscheinlich auch gehört haben. Auf alle Fälle danke schön nochmal für deine Zeit und den Einblick in deine persönlichen Schritte. Danke nochmal. Ich danke auch. Jetzt würde ich mich freuen, wenn du mit uns wieder besuchen kommst. Das wäre sehr klar.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Dass man Fleischprodukte bewusst isst und mit Respekt begegnet&#8220; &#8211; Julia und Johannes Steiger</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/dass-man-fleischprodukte-bewusst-isst-und-mit-respekt-begegnet-julia-und-johannes-steiger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 15:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[Natur & Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Workshops & Lehrgänge]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/?p=3501</guid>

					<description><![CDATA[Julia und Johannes Steiger, Inhaber des landwirtschaftlichen Betriebs "Von der Weide auf den Teller", bei der sie alle Schritte von der artgerechten Tierhaltung bis zur Veredelung ihrer Produkte selbst durchführen - und das aus tiefster Überzeugung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Julia und Johannes Steiger, Inhaber des landwirtschaftlichen Betriebs &#8222;Von der Weide auf den Teller&#8220;, bei der sie alle Schritte von der artgerechten Tierhaltung bis zur Veredelung ihrer Produkte selbst durchführen &#8211; und das aus tiefster Überzeugung.<br>(Aufgenommen im Juli 2022)</p>



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<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://soundcloud.com/user-147650587/dass-man-fleischprodukte-bewusst-isst-und-mit-respekt-begegnet-julia-und-johannes-steiger" title="„Dass man Fleischprodukte bewusst isst und mit Respekt begegnet“ – Julia und Johannes Steiger by Nachhaltig im Burgenland" width="1200" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1305746656&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=1000&#038;maxwidth=1200"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Julia und Johannes Steiger</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:00<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Julia und Johannes Steiger, Inhaber des landwirtschaftlichen Betrieb &#8222;Von der Weide auf den Teller&#8220;, bei der sie alle Schritte von der artgerechten Tierhaltung bis zur Veredelung ihrer Produkte selbst durchführen. Und das aus tiefster Überzeugung.</p>



<p>00:24<br>Ihr seid beide berufstätig, dennoch habt ihr 2015 entschieden im Nebenerwerb Schafe zu halten und Fleisch- und Wurstprodukte selbst herzustellen. Wie hat sich das ergeben? Ergeben hat es hauptsächlich dadurch, dass wir hier einen landwirtschaftlichen Betrieb von Johannes&#8216; Eltern über gehabt haben, der schon stillgelegt wurde.</p>



<p>00:49<br>Das heißt, die Eltern haben früher Direktvermarktung gehabt, die haben einen Biobetrieb gehabt und sind mehr oder weniger in Pension gegangen und das ist alles leer gestanden. Und wir haben uns an die Frage gestellt, was wir damit machen und wie wir damit umgehen können, weil es ja schade drum ist, es waren Schl da, es waren kleine Ackergrundstücke sind vorhanden und eben ein Hof. Und deswegen haben wir uns überlegt, was könnten wir da machen,</p>



<p>01:19<br>im Nebenerwerb führen kann, was uns nicht zu viel Zeit kostet und trotzdem aber machbar ist, dass wir das nicht verfallen lassen, diese Gebäude. Und so hat das Ganze eigentlich gestartet. Was jedenfalls in Zukunft verfügen wäre, ist das…</p>



<p>01:36<br>30 Jahre am Hof Bio, Rindfleisch und Schweinefleisch vermarktet wurden und stets immer ein besonderes Augenmerk auf Tierwohl und Nachhaltigkeit gelegt wurde. 2015 haben wir den Hof übernommen und es waren sehr viele Räumlichkeiten vorhanden, jedoch waren die alle reno</p>



<p>02:02<br>Wir haben uns grundsätzlich einmal das Ziel gesetzt, das Wissen meiner Eltern zu archivieren. Weil die Eltern zwar gewusst haben, wie es funktioniert, aber das nie irgendwo aufgeschrieben wurde. Aus Erzählungen hat man es auch nie richtig definieren können, wie gehört es jetzt wirklich. Deswegen habe ich begonnen, in 2015 alle Rezepturen niederzuschreiben und habe parallel dazu europaweit Kurse besucht,</p>



<p>02:32<br>gegangen ist, jetzt Fleisch und Wurstprodukte ohne chemische Zusätze herzustellen. Diese Fähigkeit ist in Vergessenheit geraten und verlärmt worden in unserer Generation und deswegen bin ich da immer mehr ins Detail gekommen und immer mehr wiss, begierig gewesen, praktisch wie wir das am besten anstellen, weil es wäre unerlich schade, wenn dieses Wissen verloren geht. Meine Eltern nehmen das an, deswegen war das der erste an.</p>



<p>03:02<br>Der zweite Antrieb war, dass wir unseren Kindern diese Werte vermitteln wollten, wo Fleisch herkommt. Dass wir unsere Kinder bewusst ernähren, das ist eigentlich eine Grundvoraussetzung, ist aber sehr kostspielig. Insbesondere die Fleischprodukte, wenn man wissen will, wie es produziert worden ist und wie es hergestellt worden ist, das waren die Werte.</p>



<p>03:29<br>Wir wollten uns grundsätzlich selbst versorgen mit Fleisch. Das war eigentlich die Ziele, die wir uns gesteckt haben. Es ist ein bisschen mehr geworden. Unsere Freunde haben uns geraten oder empfohlen oder den Mut gemacht, das Fleisch und unsere Wurstprodukte zu vermarkten. Das ganze Fachwissen, das ich mir in zehn Jahren angeeignet habe, möchte ich jetzt in Workshops weitergeben.</p>



<p>03:59<br>waren unterschiedliche Interessenten. Deine Eltern hatten Rinder und Schweine. Wie kam ihr dann zu den Schafen?</p>



<p>04:09<br>Die Schafe, das war eine lange Ents Letztendlich war es der Zeitfaktor. Ein Schaf ist das Tier, das am wenigsten Zeit pro Tag in Anspruch nimmt. Deswegen haben wir uns für Schafe entschieden. Wir sind beide berufstätig in sehr erforderten Berufen. Und wir betrachten es teilweise auch als Ausgleich dieses erweiterte Hobby, sage ich mal.</p>



<p>04:38<br>So werde ich weiß, habt ihr keine Bio-Zertifizierung. Achtet aber schon auf den respektvollen Umgang mit den Tieren. Was steckt da dahinter? Wollt ihr noch zertifizieren lassen? Grundsätzlich ist es so, dass die biologische Haltung für uns eine Grundvoraussetzung ist. Es ist so, dass die Tiere bei uns biologisch gehalten werden. Wir sind aber ein sehr kleiner Betrieb.</p>



<p>05:03<br>Irgendwo stellt sich dann die Frage der Sinnhaftigkeit einer Biozertifizierung in so einer kleinen Größe des Betriebes. Es ist so, dass wir über das Biozertifikat hinaus arbeiten, dass wir die Einstellung zur Sache haben, aber dass es einfach unrentabel ist.</p>



<p>05:21<br>für uns eine Zertifizierung dann noch zu machen. Also es ist so, dass die Konsumenten, die wir haben, wir kennen eigentlich unsere Konsumenten sehr gut, also unsere Kunden. Wir machen auch immer Hochführungen, sie schauen sich die Schafe an auf der Weide, sie schauen sich&#8217;s an im Stall, sie wissen, wie wir die Tiere halten und das reicht für viele zu wissen. Sie sind regional, sie werden auch biologisch gehalten, aber wir haben kein Zertifikat dafür.</p>



<p>05:47<br>Was sehr wichtig war, was Julia gesagt hat, bei uns ist der Konsument der kritischste Kontrollewer. Bei uns kommt der Konsument, überzeugt sich selbst von dem Tierwohl, er zeigt sich über die Herstellung, er zeigt sich über den Geschmack und natürlich die Handschlagsqualität ist das größte Gut praktisch und das größte Lob und größte Feedback, was man eigentlich erlangen kann.</p>



<p>06:16<br>ohne die Verwendung von chemischen Zusätzen, hat man jetzt das unmittelbare Feedback, weil man natürlich weiß, es ist nicht möglich, aus industriell hergestellten Fleisch eine Wurst herzustellen, ohne chemische Zusätze. Das ist ja ein Zeichen dafür, oder ein unmittelbarer Feedback, dass das Fleisch in Ordnung sein muss.</p>



<p>06:42<br>aus hochgezüchteten Fleischteilen, die mit Futter zusetzen oder mit Wachstumsfördern versetzt sind, ist es unmöglich, ökologische Wurst herzustellen. Davor ist das ein Kreislauf und ich habe die ständige Qualitätskontrolle. Das erlebe ich selbst jeden Tag. So kann man das sagen. Ihr habt ja zwei Kinder. Wie nehmen die Kinder das auf?</p>



<p>07:10<br>Die Kinder sind eigentlich immer mitten drinnen. Also das geht gar nicht anders. Wir sind eine Großfamilie, es helfen bei uns immer alle mit. Von den Großeltern bis zu den Kindern. Ob es jetzt ist beim Schafescheren, ob es jetzt ist, dass wir auf der Weide draußen sind, wenn wir Zahn umstecken müssen, wenn uns wieder irgendwo ein Schaf auskommt, dass wir einfangen müssen, da müssen alle mithelfen und dabei sein. Und gerade der Größere interessiert sich auch schon für die Wurstproduktion, wie das funktioniert, da macht er schon seine eigenen.</p>



<p>07:40<br>Salame, Kreationen, das was er halt gern isst und versucht, er selber schon eine Gewürze dazu zu geben und ein bisschen zu verkosten, was er da neu probieren kann. Sie sind mit Freude dabei, auch wenn es manchmal auch mühsam ist. Es ist nicht so, dass sie immer begeistert sind. Sie sind oft auch, warum können wir jetzt nicht am Wochenende fortfahren oder warum können wir jetzt nicht.</p>



<p>08:05<br>Dann oder dann auf Urlaub fahren, wenn alle anderen das verlängerte Wochenende nehmen, dass sie sehen, dass die Landwirtschaft auch eine Mehrarbeit ist und mehr Zeit bedarf. Und dass, wenn man Tiere hat, das Leben doch eingeschränkter ist. Wenn man sich dann auch überlegen muss, kann ich wirklich zwei Wochen wegfahren, weil dann sind meine Tiere alleine. Aber das kriegen sie von Anfang an mit und ich glaube, das ist auch eine gute Entwicklung.</p>



<p>08:30<br>Ein guter Lerneffekt, dass sie sehen, von nichts kommt nichts. Man muss immer was dafür tun, dass man auch was hat. Wenn ich am Anfang das Tier halten muss, dann muss ich es schlachten, dann muss ich wurscht draus machen und dann habe ich was in meiner Jasenbox. Und das taugt uns eigentlich schon sehr, dass da die Kinder auch dabei sind und auch, wenn es manchmal mühsam ist, das aber auch akzeptieren und dann wieder mit Freude dabei sind. Wie ist es dann mit der Schlachtung? Macht sie das selbst?</p>



<p>08:55<br>Ja, geschlachtet wird bei uns am Hof selbst. Also ich habe alle gesetzlichen vorgesehenen Zertifikate dafür. Ja, geschlachtet wird bei uns nie. Es wird nie jetzt eine so abgestumpfte Routine. Es ist wie wirklich immer ohne Stress. Und jetzt bin ich wieder zurück. Wir haben den letzten Punkt. Fleisch- und Wurstprodukte kann ich nicht erzeugen mit unter Stress geschlachteten Tieren. Und ich habe wieder das Feedback.</p>



<p>09:25<br>dann weiß ich, es ist was falsch passiert. Deswegen ist das der Kreislauf, den ich vorher erwähnt habe. Geschlachtet wird bei uns, ja, einzeln, ohne Stress. Schlachtung ist notwendig, ja, wenn man Fleisch konsumieren will, aber erst mit ständigem Bewusstsein und Respekt vom Tier. Ja, ich denke mir, das ist eins der…</p>



<p>09:51<br>Wichtigste Dinge, die unser Betrieb auszeichnet oder auch unterscheidet zu anderen Betrieben, ist, dass der komplette Kreislauf bei uns am Hof bleibt und darum auch unser Name von der Weide auf den Teller. Weil es ist die, werden hier geboren, Dilemma. Sobald es groß genug sind, können sie dann auf die Weide raus, sind das ganze Jahr auf der Weide, kommen dann wieder in den Stall, sind dann wieder bei uns, kennen uns. Und bei der Schlachtung zum Beispiel geht mein Mann…</p>



<p>10:21<br>in den Stall reinstreichelt die Tiere und dann ist das innerhalb von einer Minute erledigt und die haben überhaupt keinen Stress gehabt, die Tiere. Die haben nicht gewusst, was auf sie zukommt. Es gibt keinen Verladestress, es gibt keinen Transportstress oder keine Angst vor einer fremden Umgebung, was ja sogar bei Bio betrieben möglich ist und sein kann, weil auch Bio-Fleisch wird ja meistens in einen Schlachthof geschlachtet.</p>



<p>10:46<br>Ich glaube, das ist auch der große Unterschied, dann können wir das sofort in unseren Kühlraumlichkeiten mit genügend Zeit lagern.</p>



<p>10:54<br>Es gibt sehr wenige Betriebe, die in Österreich selbst schlachten. Ganz wenige Fleischhaare, die das noch selbst machen. Deswegen werden sie wahrscheinlich auch mitunter gezwungen sein. Gewisse Bindemittel gewinnen gewisse Zusätze hinzuzugeben, die wir sie gänzlich ersparen bei uns am Hof. Und das ist eben das Besondere. Obwohl es sehr viel Aufwand ist. Es ist am Tag der Schlachtung oder innerhalb von zwei Stunden ein Warmbret herzustellen, ist sehr aufwendig.</p>



<p>11:24<br>und sorgt meistens für Kopfschütteln unter Personen vom Fachhättern. Aber es funktioniert, es funktioniert. Im Mittelalter ist es so gemacht worden, da hat es funktioniert, nur ist es in Vergessenheit geraten und wir machen es wieder so. Ja, da gehört natürlich auch dazu, dass man das Fell abzieht, dass man das dann auch reinigt. Fälle werden bei uns gegerbt. Genau, die bringen wir dann in eine Gerberei,</p>



<p>11:54<br>alle Teile des Tiers wirklich nutzt. Also es ist so, dass bei uns jetzt auch beim Schlachtvorgang danach wird das Tier aufgehängt, wird zerlegt und es werden bis auf die gesetzlich die gesetzlich vorgeschriebenen Teile, die nicht verwendet werden dürfen. Also beim Schaf zum Beispiel der Kopf ist aufgrund des BSE darf man das nicht verwenden. Das muss weggegeben werden oder am Magen und Totan. Aber alles andere wird verwendet von den.</p>



<p>12:23<br>Der Lunge, den mache ich ein Beuschel dann und koche das ein und verkaufe es. Da kommt das Herz rein. Dann gibt es Lammleber, das ganz super ist zum Verkochen. Die Nieren legen wir ein in Rotwein. Es gibt Leute, die das gerne mögen und es gibt sogar so Einzelpersonen, die die Lammhoden gerne essen. Also da bleibt wirklich kein Teil bei unseren Schafen über. Zuvor muss ich den korrigieren. Auch der Magen wird verarbeitet zu Kudeln.</p>



<p>12:53<br>Also…</p>



<p>12:54<br>Der Arschhalter bleibt wirklich nicht viel über und es ist nicht wirklich lukrativ, das Ganze zu verarbeiten, aber wir sind es unseren Tieren schuldig. In Beginnend tut das eigentlich schon jeder. Der Tierhaltebetrieb hat einen gewissen Prozentteil an Ausfällen. Das kann zum Beispiel sein, die Mutter hat ein Geburtsproblem und stirbt unmittelbar nach der Geburt.</p>



<p>13:24<br>dieses Colostrum, also die Colostrummilch nicht bekommt, ist das Tier tot in kürzester Zeit. Und das fällt in einen Distritalbetrieb unter Ausfall und wird geduldet. Wir dulden das nicht. Wir fahren um zwei in der Früh, wir fahren um vier in der Früh und um sechs in der Früh wollen wir eine Flasche machen. Und deswegen hat man natürlich zu dem Tier einen ganz anderen Bezug,</p>



<p>13:54<br>Deswegen werden wir die ja jetzt alles verwerten. Die Klauen, die Zehennägel, praktisch werden als Dünger verwendet. Das Fell wird medizinisch gegerbt. Auch natürlich ein Mehraufwand, aber wir scheuen den Mehraufwand nicht. Und was die Ule jetzt schon zuvor gesagt hat, die Hoden, die Nieren, Herz, Leber, Magen, Kudel, der Mist als Dünger, also wie gesagt, bis auf das Gehirn, das entsorgt werden muss.</p>



<p>14:23<br>Ihr gebt auch Workshops zur Wurstherstellung. Was lernen da die Teilnehmer bei euch? Wie eingangs erwähnt habe ich mir sehr viel Zeit investiert in die Fähigkeit zu erlernen, Wurst und Schinkenprodukte selbst herzustellen und dabei auf Zusatzstoffe zu verzichten. Warum wollte ich auf Zusatzstoffe verzichten?</p>



<p>14:51<br>Wir züchten Tiere, legen besonderes Wert auf die Fütterung, dann vermeiden wir jegliche Art von Futterzusätzen. Kein Kraftfutter, keinen Soja, keinen Mais und so weiter. Und dann habe ich das Problem, dass ich in der Wurstproduktion zusätzlich in zufügenden Wurst zu einem Fleisch schaffe, das was ich mit großer Liebe ein Jahr lang großgezogen habe.</p>



<p>15:20<br>Dieses ganze Fachwissen möchte ich gerne irgendjemand weiter vermitteln.</p>



<p>15:26<br>Interessant ist nämlich auch, welche Leute da zu unseren Workshops kommen. Also die Zielgruppen sind eigentlich komplett verschieden. Also das ist von Landwirten angefangen, die sagen, sie möchten das Arme probieren, so eine Wurst herzustellen oder Jäger, die versuchen, das Wildfleisch, eigene Würstel zu machen damit. Aber dann wieder ganz andere Personengruppen, die sagen, mich interessiert einfach, was drin ist in einer industriellen Wurst.</p>



<p>15:56<br>oder in einer biologisch hergestellten oder ökologisch hergestellten Wurst. Wie kann man das selbst produzieren zu Hause? Auch mit den einfachsten Mitteln, die ich zu Hause habe, irgendein Küchengerät, mit dem ich genauso einen Leberkäs machen kann. Und was auch immer mehr kommt, ist die Zielgruppe der Selbstversorger. Die Personen, die sagen, es könnte sein, dass ich irgendwann einmal keine Möglichkeit habe mehr zum Einkaufen, ich möchte mich selber versorgen können, ich möchte…</p>



<p>16:23<br>komplett auf mich gestellt sein und mir da alles selbst produzieren können. Und da gibt es auch immer mehr Leute, die das interessiert. Sogar aus der Szene, der Survival, haben wir schon Teilnehmer dabei gehabt, die wissen wollen jetzt, wie man Fleisch konserviert.</p>



<p>16:41<br>zu trocknen, zu konservieren, Wurst zu machen und dennoch nichts zu verschwenden. Und das geht es arbeitsähnlich. Und das Bewusstsein zu schaffen, was eigentlich industriell gefertigte Wurst hinter sich hat oder das Fleisch, welche Transporte, wie die Schlacht und Aar abläuft. Dass man Fleischprodukte bewusst isst und Bewusstsein schafft.</p>



<p>17:09<br>Welche positiven Erfahrungen haben Sie gemacht seit der Übernahme? Das Feedback unserer Konsumenten und auch das Feedback unserer Werkstufteilnehmer, die dann ganz anders aus diesem Junkiehof rausgehen und ganz anders ein Stück Fleisch essen.</p>



<p>17:27<br>Das ist eigentlich das Positivste, oder? Genau, eigentlich das, dass die Leute wirklich gekommen sind und so begeistert waren von unserem Fleisch, das wir eigentlich zuerst einmal nur für uns gemacht haben und dann wirklich gekommen sind und gesagt haben, das ist toll, es schmeckt auch gut und das ist halt auch so super funktioniert, würde ich mal sagen, weil das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass so ein Familienbetrieb gut funktioniert. Hat die Übernahme etwas bei euch bewirkt, worauf ihr jetzt mehr achtet zum Beispiel?</p>



<p>17:58<br>In jedem Fall mehr achten tut man beim Fleischkonsum selbst. Wir haben auch nicht immer Zeit selbst erzeugt, das zu kochen. Aber Fleisch schmeckt definitiv woanders anders. Und man schmeckt den Unterschied ganz. Und je mehr man darauf achtet, desto weniger isst man natürlich Sachen, die man weiß, wie sie hergestellt sind.</p>



<p>18:24<br>Ich habe durch meine Interesse sehr viel erfahren, wie Fleischprodukte und Fertiggerichte erzeugt werden. Und große Fastfoodketten, die Fleisch erzeugen. Deswegen ist es schon sehr positiv, dass wir das jetzt haben.</p>



<p>18:45<br>Vielleicht wollten sie es, einige wollten es vielleicht gar nicht wissen, was da alles drin ist. Wir wissen es und wir betrachten es. Das ist ganz anders. Welche Tipps würdet ihr jemandem geben, der auch etwas in diesem Bereich tun möchte oder etwas umsetzen möchte für sich selbst oder eben als Konsument? Und was würdet ihr ihm raten? Ich weiß nicht, ob wir jetzt zu viel Zeit haben. Jede Menge.</p>



<p>19:15<br>möchte ich den Fleischkonsumenten, also den Konsumenten vom Fleisch mitgeben. Und zwar, erstens muss er mal sehr kritisch sein. Der kritische Fleischkonsument, der schaut auch, was er am Teller hat und isst auch weniger Fleisch. Das ist wirklich der zweite Tipp. Weniger Fleisch essen, davor hochwertiges Fleisch essen. Wenn er Fleisch isst, sollte er wissen, von wo das Fleisch herkommt.</p>



<p>19:44<br>regional, noch besser wäre, wenn er den Bauern selber erkennt und wenn er zumindest in den Stall schauen kann und sich davon selbst überzeugen kann. Es nutzt kein Siegel, der Welt ist so aussagreich kräftig wie praktisch der persönliche Kontakt zu jemandem, dem man vertraut. Dann kann er den Bauern fragen, wie das erzeugt wird, wie es gefüttert wird, wie die Tiere zu Tode kommen.</p>



<p>20:15<br>Aber noch besser wäre es natürlich, er kauft sich irgendwo an einen Bauernhof oder ein Bauernhaus und besucht unsere Workshops, weiß auf was darauf ankommt, hat vielleicht einige Tiere selbst und dann weiß er wie wertvoll das Fleisch ist. Dann wird mir das Fleisch ganz anders werden und ist ehrlich gesagt jetzt ein…</p>



<p>20:44<br>Gold zu vergleichen, oft zu wegen. Oder ihr kauft es einfach bei uns, das Fleisch.</p>



<p><strong>Nähere Infos unter: <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/einkaufen/von-der-weide-auf-den-teller-jonkihof/">Von der Weide auf den Teller</a></strong></p>
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		<title>&#8222;Es war irgendwie schon ein großes Abenteuer&#8220; – Natalie Moser</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/es-war-irgendwie-schon-ein-grosses-abenteuer-natalie-moser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 15:26:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt und Umgebung (inkl. Rust)]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Natur & Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Workshops & Lehrgänge]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Natalie Moser, Seminar- und Lehrgangsmanagerin der Akademie Burgenland, welche sich inmitten ihrer Karrierelaufbahn für ein freiwilliges Umweltschutzjahres entschied.(Aufgenommen im August 2022) Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Natalie Moser&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/es-war-irgendwie-schon-ein-grosses-abenteuer-natalie-moser/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Es war irgendwie schon ein großes Abenteuer&#8220; – Natalie Moser</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Natalie Moser, Seminar- und Lehrgangsmanagerin der Akademie Burgenland, welche sich inmitten ihrer Karrierelaufbahn für ein freiwilliges Umweltschutzjahres entschied.<br>(Aufgenommen im August 2022)</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Natalie Moser</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:06<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Natalie Moser, Seminar- und Lehrgangsmanagerin der Akademie im Burgenland, welche sich inmitten ihrer Karrierelaufbahn für ein freiwilliges Umweltschutzjahr entschied. Herzlich willkommen! Hallo! Was hat dich bewogen, Ende 2014 das freiwillige Umweltschutzjahr zu machen?</p>



<p>00:30<br>Ja, es war damals so, ich war 27 Jahre alt, bin einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen und war damals nicht ganz zufrieden in meinem Job. Also ich habe in einer Agentur gearbeitet, habe mich um die Umsetzung von Onli gekümmert und nach ein paar Jahren im Job hat mir einfach die Sinnhaftigkeit gefehlt. Also ich habe…</p>



<p>00:57<br>Werbungen gemacht für große Konzerne, wo ich nicht unbedingt wusste, was dahinter steckt. Mir hat einfach die Sinnhaftigkeit meiner beruflichen Tätigkeit gefehlt. Und ich habe mich dann auf die Suche begeben, was ich denn machen könnte, was eben für mich sinnstiftend ist. Und es hat so circa ein Jahr, eineinhalb Jahre gedauert, weil ich habe einfach nicht das Richtige gefunden, dass ich jetzt sage, okay, das mache ich jetzt und dann kündige ich meinen Job und mache das.</p>



<p>01:24<br>Und als ich aber dann vom Freiwilligen Umweltjahr erfahren habe, da wusste ich eigentlich von der ersten Sekunde an, okay, das ist es jetzt. Das ist das, was ich machen möchte und das probiere ich jetzt einfach aus.</p>



<p>01:40<br>Hast du zu der Zeit schon eine eigene Wohnung gehabt? Ja, ich hab nicht mehr zu Hause gewohnt. Ich wohne noch immer im renovierten Haus meiner Urgroßeltern. Hast du das dann organisieren können? Du bist teilweise noch im Berufsleben gewesen. Wie schaut das denn so aus, wenn man das macht? Ja, ich hab mich zuerst, als ich vom Umweltjahr erfahren hab,</p>



<p>02:07<br>zuerst mal mit der Juge in Verbindung gesetzt. Die nennt sich kurz CHAMP. Und es war grundsätzlich so, es war schon Frühsommer und die Bewerbungsfrist für das Umweltjahr war im Februar oder März. Also ich war viel zu spät dran für diesen Durchgang quasi. Und ich habe mich dann mit der Juge in Kontakt gesetzt und habe ihnen meine Situation geschildert, also dass ich unzufrieden bin im Job, dass ich etwas Sinnvolles machen möchte, dass ich mir sehr gut vorstellen könnte,</p>



<p>02:37<br>grünen Bereich, im Bereich Nachhaltigkeit zu arbeiten und welche Möglichkeiten es da für mich vielleicht gäbe, abseits vom Umweltjahr, weil ich wusste, ich bin schon viel zu spät dran, ob es da irgendwelche Möglichkeiten gibt. Ich wollte mich vernetzen, ich wollte einfach herausfinden, kann ich da was machen, gibt es da irgendwo was für mich. Und ich habe da relativ schnell einen Termin bekommen, bin dann raufgefahren nach Wien.</p>



<p>03:03<br>Und es war ein total super Gespräch, wo mir zuerst mal gesagt wurde, ich bin noch nicht zu spät, weil es gibt tatsächlich Einsatzstellen, wo man das Umweltjahr dann machen kann, die auch spät dran waren. Also es gab noch offene Stellen und wenn es mit der Einsatzstelle passt, dann könnte ich sogar schon im Herbst anfangen. Und dann war die Sache die, die du angesprochen hast, ich war ja schon berufstätig,</p>



<p>03:30<br>Geld verdient und beim Umweltjahr bekommt man ein sogenanntes Taschengeld. Es ist ja eigentlich auch gedacht für junge Menschen nach der Schule, die sich mal orientieren möchten, die vielleicht nicht gleich wissen, was sie studieren sollen, einfach ein Ja sich zu nehmen, um sich zu engagieren im Umweltbereich und um mal so ein bisschen Fuß zu fassen oder dann vielleicht auch herauszufinden, ok, was will ich studieren, was will ich später mal machen. Wie gesagt, es gibt beim Umweltjahr ein</p>



<p>04:00<br>Taschengeld und da hat sich dann schon die Frage gestellt, wie mache ich das finanziell. Also ich musste jetzt die Wohnung nicht finanzieren, aber ich muss trotzdem mein tägliches Leben halt finanzieren und da kam dann auch von von Jamb die Idee, dass ich doch eine Bildungskarenz machen könnte. Und im Rahmen der Bildungskarenz bekommt man, ich glaube, 50 Prozent von seinem Gehalt, wenn man eine gewisse Anzahl an EZTS vorweisen kann. Und dieser</p>



<p>04:28<br>begleitender Lehrgang vom Umweltjahr, der Bottom-Up-Lehrgang, da kriegt man ein paar EZTS, es sind aber nicht genug, um die Bildungskarenz zu bekommen. Und das heißt, ich musste noch was anfangen zum Studieren. Also es war alles für mich am Anfang nicht so einfach, das irgendwie geregelt zu bekommen. Wie mache ich das jetzt am besten? Ich habe mich dann an der BOKU inskribiert und habe dann im Endeffekt so…</p>



<p>04:56<br>Ich habe ein Semester, einen halben Semester Umwelt- und Bior studiert. Also ich habe diese Stud absolviert, damit ich eben dann genug EZTS zusammen bekomme, damit sich das mit der Bildungskarenz auch ausgeht. Also so habe ich das quasi dann geregelt, damit ich das freiwillige Umweltjahr überhaupt machen kann. Unglaublich.</p>



<p>05:20<br>Du hast ja gesagt, du warst schon recht spät dran, also es war eigentlich schon Sommer und im Herbst ist losgegangen. Genau. Hat das dann noch geklappt mit dem Inskribieren und den Eingangsprüfungen, das war alles noch in diesem kurzen Zeitraum? Ja, also es ist sich ausgegangen, dass ich eben mit meinem Arbeitgeber das vereinbare, dass ich jetzt in Bildungskarenz gehe. Wir hatten dann auch die Vereinbarung, dass ich nicht mehr zurückkomme, also dass sie den Platz nicht frei halten.</p>



<p>05:45<br>Weil ich wusste ja, ich will so was ganz anderes machen. Wir haben die Vereinbarung gehabt. Okay, ich kann in Bildungskarenz gehen und komme dann quasi nicht mehr zurück. Ja, ich habe mich, wie gesagt, an der BOKO inskribiert. Die Prüfungen und so weiter, die macht man ja unter dem Semester. Also das war dann irgendwann im Winter, bis dorthin ich mich vorbereiten konnte, dass ich dann die Prüfungen ablege, um eben die EZTS zu bekommen.</p>



<p>06:10<br>Aber ich musste mir natürlich auch eine WG organisieren in Wien. Ich bin ja dann auch deswegen nach Wien gezogen. Ja, es war ein sehr aufregender Sommer, sagt man so. Klingt sehr danach, ja. Ja, wie war denn das beim Bewerbungsprozess? War der schwierig, kompliziert? Gab es noch eine Prüfung, ob du das Umweltjahr machen konntest?</p>



<p>06:34<br>In dem Sinn eigentlich nicht. Also es wurden mir dann Einsatzstellen vorgeschlagen, die noch einen freien Platz haben, also die quasi auch ein bisschen später dran waren oder noch niemanden gefunden haben. Und ich habe mir die Einsatzstellen dann ausgesucht und hatte dann bei der Einsatzstelle, wo ich dann quasi das Freiwillige Umweltjahr gemacht habe, das war eine große österreichische Natur- und Umwe</p>



<p>07:00<br>Dort hatte ich ein Bewerbungsgespräch und ja, das hat auf Anhieb eigentlich alles gut gepasst, weil auch die Einsatzstelle selbst wollte auch jemanden, der sich schon im Bereich Websites, Online-Marketing auskennt, weil es ging da um eine Stelle, wo man mit jungen Menschen in der Umwe arbeitet und da musste eine Website her, da musste ein Newsletter her, da war allerhand…</p>



<p>07:28<br>was gebraucht wurde und da waren meine Fähigkeiten irgendwie super passend und ja, wie gesagt, das Bewerbungsgespräch ist ganz toll gelaufen und war dann sehr rasch einverstanden, dass ich das Umweltjahr in der Organisation dann auch absolvieren kann. Was waren das dann für Tätigkeiten, die du dann vor Ort gemacht hast? Oder vor allem am Anfang wird das dann, wenn man reinkommt, dann komplett neu so, hallo, jetzt bin ich da, was mache ich denn? Wie war das so für dich?</p>



<p>07:55<br>Ja, es war eine super Zeit bei der Organisation. Wir waren zu zweit, also quasi eine Praktikantin und ich, die das freiwillige Umweltjahr gemacht haben und eben der Abteilungsleiter von der Abteilung, die sich eben um die Jugendgruppe der Organisation gekümmert hat. Und ja, es war sehr schnell so, dass wir eigentlich ins Tun gekommen sind. Also wir haben Events für die Jugendlichen oder mit den Jugendlichen.</p>



<p>08:25<br>organisiert. Es war viel zu tun hinsichtlich Kommunikation nach innen, nach außen, also in der Gruppe selbst, aber auch nach außen. Es waren Plakate zum Gestalten. Weil es ist so, die Jugendgruppe macht sehr viele Projekte, sehr viele Events und mein Job war es, quasi die Jugendlichen dabei zu unterstützen, dass das Event dann auch gut läuft.</p>



<p>08:54<br>alles was ich dazu beitragen kann, eben hinsichtlich Kommunikation, dass ich Ihnen da einfach unter die Arme greife, dass Sie sich auf das Wesentliche auch im Projekt kümmern können. Im freiwilligen Umweltjahr habe ich gelesen, gibt es auch einen Lehrgang. Was lernt man da? Ja, es gibt einen begleitenden Lehrgang, der nennt sich Bottom Up. Das sind sechs Module.</p>



<p>09:21<br>Und das sind, ich glaube, zwischen drei und vier Tagen, die man dann gemeinsam verbringt mit anderen Personen oder anderen jungen Menschen, die auch das Umweltjahr in Österreich machen. Also man vernetzt sich auch untereinander super gut mit allen Leuten, die das Umweltjahr auch machen. Es ist immer wieder super spannend zu sehen, wer in welcher Einsatzstelle ist, wie es dort zugeht. Ja, man vernetzt sich einfach richtig gut in dem Lehrgang.</p>



<p>09:50<br>Ziel des Lehrgangs ist es, dass man eine gewisse Berufsorientierung erhält im grünen Bereich. Also man macht dann auch Exkursionen, man hat Vorträge. Und ein großer Fokus liegt auch auf Umwe Also wie gehe ich es an, dass ich mein eigenes Jugendumweltprojekt erfolgreich umsetzen kann.</p>



<p>10:20<br>umzusetzen. Man lernt, wie finde ich Sponsoren, wie plane ich meine Tätigkeiten, welche Schwierigkeiten gibt es vielleicht. Im Zuge dieser sechs Module startet man bei der Ideenfindung, was kann ich überhaupt machen, was möchte ich gerne machen mit meinem Umweltprojekt. Dann formieren sich so ein bisschen die Teams. Man ist nicht alleine, man arbeitet in einem Team.</p>



<p>10:46<br>Und in den sechs Modulen arbeitet man quasi kontinuierlich an dem Projekt. Man trifft sich natürlich auch außerhalb des Lehrgangs, um dann sich abzustimmen und daran zu arbeiten. Und am Schluss setzt man das Umweltprojekt quasi um und es gibt dann auch noch eine Absc wo man sein Projekt dann auch präsentieren kann. Das heißt, du hast auch ein Projekt gemacht? Genau, ja. Magst du mit der Fahrt zählen? Genau. Also wir waren zu zweit im Team.</p>



<p>11:14<br>Und wir haben uns überlegt, okay, was interessiert uns, was möchten wir gerne machen? Und wir sind dann irgendwie zum Thema städtische Grünflächen gekommen und wir haben damals beide in der Nähe vom Augarten gewohnt und es ist ein wunderschöner Park in Wien und wir wollten uns, wir wollten einfach mehr darüber erfahren und das auch weiter vermitteln. Also…</p>



<p>11:42<br>Wie schaut es aus im Augegarten? Wie ist das mit der Pflege? Wie ist das mit dem ganzen Drumherum? Was gibt es da Spannendes zu entdecken in dieser Grünfläche, in der man sich vielleicht täglich oder öfter mal aufhält? Was gibt es eigentlich noch zu entdecken, außer das, was man nicht eh schon sieht? Und da haben wir dann Stationen vorbereitet mit eben interessanten Inputs und Aktionen zum Thema Augegarten.</p>



<p>12:11<br>Wir hatten eine Station der Imker im Augarten, das wussten viele nicht, dass es einen Imker gibt. Da hatten wir Infos oder eben zur Pflege vom Augarten oder was es da vielleicht für interessante Baumarten gibt oder für interessante Tiere. Alles rund um den Augarten. Wir haben uns auch die Flaggdürme näher angeschaut, also der Augarten im Zweiten Weltkrieg.</p>



<p>12:38<br>Ja, und wir haben das zu einem interaktiven Rundgang zusammengepasst, um unseren Teilnehmenden quasi einen spannenden Nachmittag im Augearten zu ermöglichen. Das Wissen vom Augearten, hattet ihr das schon oder woher habt ihr die ganzen Informationen erfahren? Nein, das haben wir uns alles selbst zusammengesucht. Also wir waren auch mit der Aufsicht vom Augearten in Kontakt und wir haben uns das eigentlich alles selbst zusammengesucht, zusammen recherchiert. Wir haben eben auch mit dem Imker.</p>



<p>13:08<br>Kontakt aufgenommen und so weiter. Es war für uns eine total spannende Reise und wie gesagt, die spannendsten Infos haben wir dann eben in den Rundgang dann hineingenommen. Wie lang war dein freiwilliges Umweltjahr? Das waren insgesamt zehn Monate. Wie fandest du es jetzt im Nachhinein gesehen? Hat es sich gelohnt? Ja, auf jeden Fall. Also weil mein freiwilliges Umweltjahr zu einer Festanstellung geführt hat.</p>



<p>13:37<br>Also ich war eben diese zehn Monate in meiner Einsatzstelle und es hat sich recht bald hera dass ich dort länger bleiben kann. Also es hat einfach so gut gepasst, dass mir dann relativ bald ein Job auch angeboten wurde. Das heißt, ich habe dann auch nach dem freiwilligen Umweltjahr 40 Stunden bei der Organisation angefangen zu arbeiten.</p>



<p>14:06<br>Wie hat deine Umgebung das aufgenommen, dass du das machst und einfach alles abbrichst und neu startest? Ja, also wie soll ich sagen, meine Umgebung wusste ja, dass ich nicht zufrieden war im Job und wusste, dass ich auf der Suche bin. Und ja, meine Eltern waren damals so, ja, du bist 27, du musst wissen, was du willst.</p>



<p>14:30<br>Und meine Freunde haben mich auch sehr unterstützt dabei und die konnten das verstehen und waren auch froh für mich, dass ich endlich das gefunden habe, was ich machen möchte. Und was waren die schönsten Erlebnisse in der Zeit? Also ich blicke super gerne aufs Freiwillige Umweltjahr zurück, weil es war irgendwie schon ein großes Abenteuer. Also wie gesagt, ich bin raus aus meinem alltäglichen Leben, aus meinem Job.</p>



<p>14:56<br>und habe dann natürlich super viele Leute kennengelernt. Ich habe endlich das Gefühl gehabt, dass ich meinen Beitrag leisten kann, jetzt mit der Tätigkeit in der Natur- und Umwe Ja, es war, wie gesagt, eine irrsinnig schöne Zeit. Und wenn ich jetzt sagen müsste, okay, auf was ist so ein Moment, wo ich mich gern daran zurückerinnere.</p>



<p>15:23<br>Da ist mir dann gleich eingefallen, zum Abschluss von dem Bottom-Up-Lehrgang, da ging es sehr stark um Selbstreflektion, sehr stark um Pers auch, dass man das Ganze, was jetzt in den letzten Monaten passiert ist, mal Revue passieren lässt. Und es war dann Aufgabe zum Schluss, dass man eine Nacht alleine mit dem Schlafsack und einer Plane im Wald verbringt. Also mal wirklich raus aus der Komfortzone.</p>



<p>15:52<br>Also ohne Handy, ohne allem einfach, ich und die Natur im Wald eine Nacht lang mit Schlafsack und Plane. Das habe ich bis dorthin noch nie gemacht. Es gibt Menschen, die das vielleicht regelmäßig machen, ich weiß es nicht, aber in unserer Gruppe war niemand dabei, der das schon mal gemacht hat. Und es war eine sehr spannende Erfahrung, das mal gemacht zu haben. Ich kann mir vorstellen, das bindet sehr an die Natur.</p>



<p>16:18<br>Genau, absolut. Man ist wirklich ganz entkoppelt von allem, was das alltägliche Leben mit sich bringt. Man ist wirklich eins mit der Natur und das war eine wirklich schöne Erfahrung.</p>



<p>16:31<br>Ich schätze, dass dich im Vorfeld ja schon für Nachhaltigkeit interessiert, weswegen du ja auch in diese Richtung gegangen bist. Was hat sich für dich im Nachhinein zuvor verändert? Hast du dann nachhaltiger gelebt oder wie war das für dich? Also ich habe mich auf jeden Fall schon vorher interessiert für nachhaltigen Konsum, auch fürs Gärtnern. Ich habe dann einen Garten zu Hause, auch das Selbstversorgen habe ich super spannend gefunden.</p>



<p>17:00<br>Also das Interesse in diesem Bereich war schon sehr groß, weswegen das ja dann auch so gut gepasst hat. Rückblickend hat sich auf jeden Fall sehr viel verändert, weil ich einfach sehr viel Wissen hinsichtlich der Nachhaltigkeit aus meinem freiwilligen Umweltjahr mitgenommen habe. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt schon vegetarisch ernährt zum Beispiel.</p>



<p>17:28<br>Und ja, da ging es mehr um Tierwohl, dass ich keine Tiere mehr essen wollte. Und ziemlich schnell bin ich dann aber draufgekommen, eben auch durch die Arbeit in der Einsatzstelle, was für einen Impact eigentlich vegetarische Ernährung auf den ökologischen Fußabdruck von einem selber hat. Also dass das nicht nur gut ist fürs Tierwohl, sondern auch, dass das auch wirklich einen Impact hat auf die Umwelt, wenn man sich vegetarisch ernährt. Also das war auch sein Schlüsselerlebnis.</p>



<p>17:57<br>das mich dann bestärkt hat, auch weiterhin vegetarisch mich zu ernähren. Findest du jetzt das freiwillige Umweltjahr nur typisch, was für jemanden ist, der direkt von der Schule kommt? Oder würdest du das auch empfehlen für jemanden, der jetzt mitten im Berufsleben steht? Also auf jeden Fall würde ich es allen jungen Menschen empfehlen, die jetzt aus der Schule herauskommen und eben noch unsicher sind, was sie weiter machen möchten, weil das ist einfach</p>



<p>18:26<br>eine Superorientierung. Wie gesagt, man knüpft Kontakte, man ist automatisch dann irgendwie so in der grünen Szene drinnen. Ich glaube auch, dass einem vielleicht mehr Möglichkeiten offen stehen oder dass man zumindest von den Möglichkeiten, die man hat, besser erfährt. Ich glaube, es macht sich auch gut im Lebenslauf, ehrlich gesagt. Es ist ein freiwilliges Engagement auch für die zukünftige berufliche Tätigkeit.</p>



<p>18:54<br>Ich kann es aber durchaus auch Leuten empfehlen, die sich beruflich umorientieren möchten. Wie gesagt, man kann das mit der Bildungskarenz gut unter einem Hut bekommen. Ich glaube, ich war damals so ziemlich die erste, die das im Rahmen, also die das Umweltjahr im Rahmen einer Bildungskarenz gemacht hat. Das war, glaube ich, damals auch für Jump so ein bisschen ein Experiment. Geht das überhaupt? Und ja, also ich kann es wirklich.</p>



<p>19:22<br>allen Leuten, die jetzt auch das Gefühl haben, hey, genau das ist, was ich machen möchte, wirklich nur empfehlen, einfach sich zu trauen und den Sprung zu wagen, das auch zu machen. Ja, vielleicht auch einen neuen Beginn wagen. Dann sage ich Dankeschön für das nette Gespräch mit dir und ich hoffe, wir haben dazu auch viel Information mitgenommen. Ja, das hoffe ich auch. Dankeschön.</p>



<p><strong>Nähere Infos unter: <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/wissen-erfahren/freiwilliges-umweltschutzjahr/" data-type="post" data-id="3320">Freiwilliges Umweltschutzjahr</a></strong></p>
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		<title>&#8222;Die Dinge die Richtig sind, die laufen mit Leichtigkeit&#8220; – Doris Treitler</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/die-dinge-die-richtig-sind-die-laufen-mit-leichtigkeit-doris-treitler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 15:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[Second Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Workshops & Lehrgänge]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Upcycling]]></category>
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					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Doris Treitler, kreativer Kopf hinter „Fadenspiel – schönes aus Stoff“, wo sie mit textilem Upcycling das Bewusstsein für Umwelt und für eine nachhaltige Lebensweise schärfen möchte.(Aufgenommen im September 2022) Podcast-Transkript&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/die-dinge-die-richtig-sind-die-laufen-mit-leichtigkeit-doris-treitler/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Die Dinge die Richtig sind, die laufen mit Leichtigkeit&#8220; – Doris Treitler</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Doris Treitler, kreativer Kopf hinter „Fadenspiel – schönes aus Stoff“, wo sie mit textilem Upcycling das Bewusstsein für Umwelt und für eine nachhaltige Lebensweise schärfen möchte.<br>(Aufgenommen im September 2022)</p>



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<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://soundcloud.com/user-147650587/die-dinge-die-richtig-sind-die-laufen-mit-leichtigkeit-doris-treitler" title="&quot;Die Dinge die Richtig sind, die laufen mit Leichtigkeit&quot; – Doris Treitler by Nachhaltig im Burgenland" width="1200" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1357967770&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=1000&#038;maxwidth=1200"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Doris Treitler</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:06<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Doris Dreitler, kreativer Kopf hinter Fadenspiegel, schönes aus Stoff, wo sie mit textilem Upcycling das Bewusstsein für Umwelt und für eine nachhaltige Lebensweise schärfen möchte. Herzlich willkommen! Hallo Sarah! Du hast ja im Jahr 2017 Fadenspiegel gegründet, wie kam es dazu?</p>



<p>00:32<br>Das war eigentlich alles nicht geplant, das hat sich alles ergeben und wie es halt so ist, die Dinge, die richtig sind, die laufen auch mit Leichtigkeit. Also das hat einfach angefangen damals in Dänemark, da war ich auf Urlaub und da gab&#8217;s ganz viel Flohmärkte und Flohmarktgeschäfte. Und da bin ich reingegangen und nicht nur, dass ich eh schon immer alte Keramik und Geschirr sammle.</p>



<p>00:59<br>habe ich dort auch sehr viele alte Stoffe gesehen, die Stücher aus den 70er Jahren und Bettwäsche und wirklich tolle Schätze, die ich dort gefunden habe und habe mir gedacht, naja, das kaufe ich heute mal für irgendwas, wer es schon brauchen kann. Und bin dann nach Hause gekommen und habe dann angefangen, daraus Taschen zu nähen. Ja, und das Projekt Fadenspiel hat somit seinen Lauf genommen. Also ich habe es dann immer auf Facebook gepostet und dann sind die ersten Anfragen gekommen, ob ich das verkaufe. Und dann ist der Weihnachtsmarkt gekommen und dann haben wir gedacht,</p>



<p>01:29<br>quasi offiziell machen und werde das Gewerbe anmelden und so kam es, dass ich dann plötzlich selbstständig war. Das heißt, du hast Upcy kreiert. Wieso bist du bei Upcycling geblieben? Naja, weil ich ganz einfach diese alten Materialien, die schon eine Geschichte haben, sehr liebe. Also je abenteuerlicher der Weg war, die die Sachen gefunden haben, dass zu mir gekommen sind,</p>



<p>01:59<br>umso interessanter finde ich die Materialien. Es ist jetzt mittlerweile so, dass wenn irgendwo ein altes Haus ausgeräumt wird und ich ja schon bekannt bin im Burgenland, dass ich solche Sachen auch sammle und abhole, da wird dann angerufen und dann hast du gesagt, ja, die Oma ist leider gestorben und die hat einen ganzen Kasten voller alter Wäsche oder Stoffe oder Vorhängen oder was auch immer.</p>



<p>02:22<br>Und da bin ich natürlich dann die erste, die das holt. Vor allem liebe ich diese Muster aus den 70er Jahren. Also diese Retromuster. Je bunter und je schriller, umso lieber ist man das. Und natürlich Jeans. Also aus Jeans kann man ja wirklich sehr viel machen. Das Material ist sehr strapazfähig und es lässt sich gut kombinieren. Es lässt sich waschen. Und davon habe ich auch schon, weiß ich nicht, wie viel zu schnitten und wieder zusammengeknetet. Ich habe irgendwann einmal aufgehört zu zählen.</p>



<p>02:52<br>Kannst du dich an eine spezielle Geschichte erinnern? Ja, ja. Ja, sehr gut sogar. Und zwar ist ja eines meiner Prinzipien, ich mache nicht gerne Auftragsarbeiten, weil das meine Kreativität ja wieder so einschränkt, weil dann kommt irgendwer und sagt, ich möchte das so haben, es ist so groß, so viel Außentaschen und so. Und deshalb habe ich mir das irgendwie so zum Prinzip gemacht, keine Auftragsarbeiten. Und da ist aber eine Dame auf mich zugekommen, deren Mann gestorben ist erst kürzlich und die war noch sehr in Trauer und die hat gesagt, Herr Storrez.</p>



<p>03:23<br>Ich hätte so die oide Lieblingsjeans von meinem Mann und ich könnte das mal da mit der Tasche draus nähen. Und das hat mich dann irgendwie so berührt und ich so, ja ich mach das schon, wenn ich in der Gestaltung freie Hand habe. Und das war dann so und jedes Mal wenn die Frau sich jetzt mit der Tasche näht, dann macht das was mit mir. Und sie hat ihn jetzt immer bei sich dadurch. Das ist eine schöne Geschichte. Oder was ich auch sehr liebe, ich mache ja auch…</p>



<p>03:50<br>Demenzdecken, das heißt so ein Nestldecken für demenzkranke Patienten. Und da geht es ja darum bei diesen Demenzdecken, dass die Leute da beschäftigt sind, dass die Knöpfe auf und zu machen können oder was auch immer, Reißverschlüsse. Das ist, was ich total gerne, weil wenn jemand mit diesem Auftrag sozusagen zu mir kommt und das mache ich ja auch nur tatsächlich persönlich, weil die habe ich nicht auf Lager, sondern das möchte ich ganz persönlich auf diesen Menschen zugeschnitten machen.</p>



<p>04:20<br>Frage vorher an die Angehörigen, was war das für ein Mensch, was hat er gern gemacht. Das ist immer für mich so schön, während ich das mache, bin ich auch gedanklich bei den Menschen und denke mir, was mache ich jetzt mit dem, wenn der das sieht, was erinnere das ich. Und das sind halt so Geschichten, die das Ganze halt auch persönlich machen. Wie bist du denn zu den Kinder-Workshops gekommen? Naja, die Kinder-Workshops sind wie so vieles zu mir gekommen. Also es war schon in meinem…</p>



<p>04:49<br>Hinterkopf irgendwie so, naja, schön wäre das schon so mit Kindern, weil ich ja selbst als Kind schon sehr gerne genäht habe, weil meine Mutter, die hat damals in der Triumph gearbeitet und da hat es die Stoffe immer recht günstig gegeben und damals war es ja noch billiger, wenn du da das Gewand selber genäht hast, weil da waren die Stoffe noch günstiger, heute ist es ja genau umgekehrt. Und ja, da habe ich eigentlich immer zugeschaut und habe dann eigentlich schon relativ zeitig für meine Puppen.</p>



<p>05:14<br>Kleider auch genäht und habe auch damals schon Upcycling gemacht. Das hat mir jetzt meine Mutter erst erzählt vor einigen Jahren wieder. Ich habe das ganz verdrängt gehabt. Da habe ich alte Leintücher mit Stofffarbe eingefärbt und habe mir draus Blusen oder Röcke oder was auch immer gemacht. Und das habe ich eigentlich immer schon so im Hinterkopf gehabt und dann kam die Bauermühle in Mattersburg auf mich zu, ob ich das machen möchte und da habe ich dann tatsächlich 2017 den ersten</p>



<p>05:44<br>Was macht ihr so typischerweise in diesen Kursen? Ich habe sehr kleine Gruppen, ich habe immer zwei bis drei Kinder in den Nähkursen und daher dürfen sich die Kinder jetzt aussuchen, was sie nähen möchten. Ich mache ein paar Vorschläge, ich sage gerne welche Materialien ich habe, manche kommen schon mit eigenen Ideen, wenn das jetzt etwas ist, wo ich ja vorne auf Zeit brauche, weil ich irgendein Schnittmuster entwerfen muss, dann ist es mir ganz recht, wenn mir die Eltern das im Vorhinein sagen. Ja, dann machen wir eben Taschen, also mit den Kindern, die das erste Mal kommen, mache ich meistens einen Polster.</p>



<p>06:12<br>damit sie mal zuschneiden lernen, weil Stoff schneiden ja doch anders ist als Papier schneiden dann habe ich ganz viele bunte Bänder und Spitzen die da mal auf die Vorderseite von den Polstern die jetzt drauf genäht werden, weil da lernen sie einfach mal das gerade nähen und abschneiden und abmessen und dann ja dann sieht man wenn die wiederkommen und die meisten kommen wieder dann nehmen wir halt auch Wimpelketten oder Schützen oder Taschen, Stofftiere ja ganz quer durch die Bank</p>



<p>06:41<br>Du möchtest ja mit deinem Abzeigen auch das Bewusstsein für Umwelt und nachhaltige Lebensweise schärfen. Wie nehmen die Kinder das auf? Ja, sehr gut sogar, weil wenn sie das sehen, was bei mir so in meiner Stoffkiste liegt, da denken sie dann oder sagen sie manchmal, da könnte ich auch den Papa sein, den schien dann mal. Verwenden sie ja, bitte die, die ja schon ausgemustert hat oder alte Tischstücher oder so. Oder meine Oma, die hat ja noch alte Bettwäsche und da kann man auch aus draußen nähen und so.</p>



<p>07:10<br>Und ja, und es ist oft so, dass wenn wir zuschneiden und da bleibt so ein Fuzerl übernüß, und das kann man wegschmeißen, dann sagen sie oft so, nein, das könnte man noch aufnehmen, da könnten wir vielleicht noch einen, weiß ich nicht, einen anderen Bolsterl oder irgendwas draus nähen. Also die nehmen das dann schon sehr, sehr genau.</p>



<p>07:27<br>Du hast für deine Arbeit den Goldenen Mistkäfer vom Burgenländischen Müllverband bekommen. Wie kam es dazu? Das frage ich mich auch. Wie es dazu kam, habe ich mir vorgeschlagen. Da ist dann ein Herr vom Burgenländischen Müllverband zu mir gekommen und hat mich ein bisschen befragt und interviewt und tatsächlich…</p>



<p>07:48<br>ist mir dieser Preis dann verliehen worden. Ich war damals in der NMS in Neusiedl, ist er verliehen worden, es war so ein richtig schöner Festakt. Und ich war auch sehr begeistert, weil dort die Kinder auch zum Thema Upcycling ein Projekt gehabt haben, glaube ich. Die haben da auch aus alten Bettwäschentaschen genäht, Stofftaschen genäht und das habe ich auch nicht gesehen, aus einer alten Heidi-Bettwäsche, kennst du die noch? Die kriegst du ja ganz selten.</p>



<p>08:15<br>und habe das Mädchen gefragt, ob sie die verkaufen, und die waren dann ganz aufgeregt. Da muss ich jetzt die Frau Lina fragen, und ich weiß es nicht, und sonst sind sie hin und her geredet. Tatsächlich haben sie mir dann die Taschen verkauft, und die habe ich noch immer, die war immer in meiner Handtasche, mit so einer Rese Du kommst ja aus einem ganz anderen Beruf heraus. Wie war das für dich, das Umsteigen auf was Neues? Schön. Ich komme ja eigentlich mit dem öffentlichen Dienst tätig, Niederösterreich. Also ganz was anderes, ja.</p>



<p>08:46<br>Schreibt die Städterin sozusagen seit meinem 17. Lebensjahr. Gerade im öffentlichen Dienst ist man ja in seiner Handlungsfreiheit sehr gebunden an Gesetze und Verordnungen und umso mehr genieße ich das jetzt in meiner Selbstständigkeit frei zu sein in meinen Entscheidungen und in meinen Projekten. Und es kommt zu viel auf mich zu.</p>



<p>09:10<br>Das sie eigentlich richtig anspürt. Viele Dinge, die habe ich nicht so geplant. Also eigentlich alles habe ich nicht geplant. Es war nichts geplant, es ist alles entstanden. Und wie ich es zuerst gesagt habe, das spürt sie einfach alles richtig an. Das ist alles mit Leichtigkeit gegangen. Und wenn sie etwas nicht mehr leicht anspürt, dann ändere ich es rechtzeitig. Also ich habe immer wieder gemerkt, dass…</p>



<p>09:33<br>Wenn ich unabhängig bin und nicht von Entscheidungen anderer abhängig bin, dass das einfach mein Weg ist. Hast du in deinem Leben bezüglich Nachhaltigkeit, seitdem du selbstständig bist, auch was verändert? Oder hat sich da was bei dir getan? Na ja, eigentlich nicht nur, seit ich selbstständig bin, eigentlich laufend, muss ich sagen. Versuche ich…</p>



<p>10:00<br>Dinge, die man vielleicht unbewusst macht zu hinterfragen. Zum Beispiel habe ich einen Kaffeemaschin ausgetauscht, den Espresso weg und habe mir eine Kaffe mit Peps, die ich dann kompostieren kann. Solche Sachen oder Sodas, die ich keine Plastikflaschen mehr brauche. Also da schaue ich schon drauf, dass ich eine Kaffe eben unverpackt habe.</p>



<p>10:19<br>Beim <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/einkaufen/biobauer-tomschitz/" data-type="post" data-id="664">Bio-Bauen in Pöttsching</a> zum Beispiel, wenn ich Gemüse selber anbaue, tue ich sowieso schon länger. Ich hoffe, ich sie nicht gern gebrauchte Dinge im Flohmarkt oder will haben. Möbel zum Beispiel. Dann haben wir in meinem Haus fast nur gebrauchte Möbel, die ich selber hergerichtet habe. Wenn ich mehr Platz hätte, würde ich mir noch einen Werkstatt anmachen, wo ich auch die Möbeln restaurieren kann, weil ich das total gern mache.</p>



<p>10:41<br>Bevor ich irgendwas neu kauf schaue, ob ich es gebraucht kriege. Das aber nicht nur aus Kostengründen, aber weil es mir einfach Spaß macht. Weil ich mir denke, das gibt es eh schon. Irgendwo kriege ich es schon. Viele Dinge brauchst du ja nicht gleich. Dann warte ich drauf. Oder was ich ganz bewusst jetzt mache, dass ich aufs Auto verzichte. Ich fahre jetzt die meisten Wege mit der Vespa. Wenn ich ins Auto steige, dann versuche ich gleich mehrere Dinge zu.</p>



<p>11:09<br>Das hat sich auch verändert. Das habe ich früher auch anders gemacht. Da ist man einfach so, ja, brauche ich auch vorher hin und hol es. Und fährst vielleicht noch mit einem Neustartwängern, weiß ich nicht, was, irgendwas, was du jetzt nicht unbedingt in dem Moment brauchst. Du hast 2019 ein Buch veröffentlicht. Wie heißt das und um was geht es da? Das heißt Johanna und die Nähmaschine.</p>



<p>11:32<br>Natürlich geht es ums Nähen. Und da geht es um ein kleines Mädchen, die Johanna, die immer ihrer Oma beim Nähen zuschaut. Sie ist dann sehr interessiert und möchte selber mal mit der Nähmaschine nähen und die Oma sagt dann immer, du bist noch viel zu klein und das ist so gefährlich und das kannst du nicht und so. Naja, bis die Johanna dann noch mal in der Schule eine Freundin trifft, die selbst ein Einhorn genäht hat aus alten Tischtüchern, also Abseikeln.</p>



<p>11:59<br>Und dann kriegt sie einen Gutschein für den Nähkurs und geht mit ihren Freundinnen in diesen Nähkurs und hat sich dann alles erlebt. Das ist die Geschichte dieses Buches. Also das, was da immer in meinen Nähkursen passiert. Wie kam es auf die Idee, ein Buch zu schreiben? Das Buch, die Idee kam zu mir, wieso immer. Wer hat da noch mal Zirkel? Das könntest du doch eigentlich alles einmal aufschreiben. Na ja, gesagt, getan, hab&#8217;s geschrieben.</p>



<p>12:28<br>Ich habe zuerst gesagt, die Dinge, die richtig sind, gehen in Leichtigkeit. Und genauso war es mit diesem Buch. Ich glaube, ich habe fünf Verlage angeschrieben und habe sofort eine Zusage gekriegt. Ich sehe, bei dir geht es sehr viel um Geschichten und Erinnerungen. Ja. Möchtest du noch zum Abschluss einen Tipp geben, wenn jemand auch gerne mit Upcycling starten möchte? Einen Tipp?</p>



<p>12:56<br>Naja, ich kann nur das raten, was ich ja selber mache, weil ich nenne es intuitives nähen. Nicht zu viel planen. Und das ist auch der Grund, ich werde ja von sehr vielen Erwachsenen gefragt, ob ich Nähkurse auch für Erwachsene mache, aber der Grund warum ich es nicht mache ist eben der, weil die Erwachsenen da viel zu sehr im Kopf verkopft sind, weil die wollen, wenn die jetzt eine Tasche nähen oder was auch immer nähen, schub…</p>



<p>13:22<br>Ich muss anfangen, wissen, wie es fertig ausschauen wird. Und dann brauche ich das und das muss so und so und so groß sein. Und so arbeite ich weder wenn ich selber was mache, und auch nicht mit den Kindern. Weil ich fange einmal an. Und dann denke ich mir so, wie mache ich weiter? Und dann ist es natürlich oft so, dass wenn ich weiß, ich habe das oder das, das Bundle oder den Stoff und so, den brauche ich da jetzt dazu, dass ich dann sehr viel Zeit mit.</p>



<p>13:45<br>Suchen verbringen aber während ich das dann suche, finde ich wieder was anderes und dann denke ich mir das passt ja eigentlich viel besser und so entsteht das. Und ich weiß nie wie es fertig ausschauen wird und das finde ich ist so diese Leichtigkeit die man einfach haben sollte wenn man mit Upcycling, wenn man Upcycling, vor allem Textiles Upcycling, weil du weißt ja auch nie geht sich das jetzt noch aus der Djinn oder mache ich da was anderes oder bricht man da die Nadel an weil grad da der…</p>



<p>14:13<br>Genau da muss ich jetzt drüber nahen und da ist gerade der Stoff so dick, natürlich kann man es mit dem Hammer weich klopfen, aber ja, einfach nicht zu viel denken und tun. Danke für diesen wundervollen Tipp und für das nette Gespräch mit dir. Danke für deinen Besuch.</p>



<p><strong>Nähere Infos unter: <a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/wissen-erfahren/fadenspiel-doris-treitler/" data-type="post" data-id="1529">Fadenspiel &#8211; schönes aus Stoff</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Das Einzige was wichtig ist, ist jetzt anfangen&#8220; – Anja Haider-Wallner</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/das-einzige-was-wichtig-ist-ist-jetzt-anfangen-anja-haider-wallner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 15:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt und Umgebung (inkl. Rust)]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/?p=3641</guid>

					<description><![CDATA[Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220; Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben. Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner! Zu Gast:Anja Haider-Wallner, eine Frau, die mit viel Leidenschaft und Begeisterung vielfältigste Projekte angeht – immer inspiriert von der Vision eines guten Lebens für Alle.(Aufgenommen im September 2022) Stichworte: Gemeinwohlökonomie, Gemeinwohlbilanz,&#8230;&#160;<a href="https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/das-einzige-was-wichtig-ist-ist-jetzt-anfangen-anja-haider-wallner/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Das Einzige was wichtig ist, ist jetzt anfangen&#8220; – Anja Haider-Wallner</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading" id="podcastreihe-jeder-schritt-zahlt">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Anja Haider-Wallner, eine Frau, die mit viel Leidenschaft und Begeisterung vielfältigste Projekte angeht – immer inspiriert von der Vision eines guten Lebens für Alle.<br>(Aufgenommen im September 2022)</p>



<p>Stichworte: Gemeinwohlökonomie, Gemeinwohlbilanz, Nachhaltigkeit für Unternehmen</p>



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<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://soundcloud.com/user-147650587/das-einzige-was-wichtig-ist-ist-jetzt-anfangen-anja-haider-wallner" title="&quot;Das Einzige was wichtig ist, ist jetzt anfangen&quot; – Anja Haider-Wallner by Nachhaltig im Burgenland" width="1200" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&#038;url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1380780502&#038;show_artwork=true&#038;maxheight=1000&#038;maxwidth=1200"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Anja Haider-Wallner</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:06<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner, ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Anja Haider-Wallner, eine Frau, die mit viel Leidenschaft und Begeisterung vielfältigste Projekte angeht, immer inspiriert von der Vision eines guten Lebens für alle. Herzlich willkommen! Hallo! In den zahlreichen Projekten, die du initiiert und durchgeführt hast, bist du unter anderem Obfrau der Gemeinwohlökonomie Burgenland. Kannst du erklären, um was es sich da handelt?</p>



<p>00:36<br>Es ist ein Zusammenschluss von Menschen, die quasi angedockt sind und die regionale Verkörperung von der Gemeinwohlökonomie als weltweiter Bewegung. Die Gemeinwohlökonomie strebt ein solidarisches, gerechtes, ökologisch nachhaltiges und demokratisches Wirtschaftsmodell, aber auch ein politisches Modell und ein gesellschaftliches Modell an, das noch eine Utopie ist, aber wo es darum geht, dass…</p>



<p>01:05<br>Kooperation im Zentrum steht und dass wir einfach unseren Planetenlebenswert für uns als Menschen erhalten und dass wir miteinander gestalten und dass sich ein ökologisch nachhaltiges und soziales Handeln auch wirtschaftlich lohnt. Über die Gemeinwohlökonomie hast du bis jetzt auch Unternehmen beraten, wie man eine Gemeinwohlbilanz erstellt. Was ist denn das für eine Bilanz?</p>



<p>01:31<br>Die Gemeinwohlbilanz ist ein 360 Grad für mich Orga wo man sein gesamtes Unternehmen, seine Organisation, aber auch eine Schule oder eine Gemeinde durchforsten kann, wie ökologisch, sozial, solidarisch, wie gerecht und wie demokratisch gehen wir miteinander um mit all unseren Stakeholdern, also mit unseren Lieferanten, Lieferantinnen. Wo kommt unser Geld her und was machen wir damit? Mit unseren Kunden und Kundinnen.</p>



<p>02:00<br>mit unseren Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, aber auch wie sind wir ins Gesamte eingebettet? Tun wir was für die Allgemeinheit? Kriegen unsere Mitarbeiter, wenn sie bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, für einen Einsatz bezahlte Freizeit? All diese Dinge schaut man sich an, beleuchtet sie und man formuliert gleichzeitig aber auch Ziele. Wo möchte ich hin? Wo haben wir Entw Bis wann wollen wir das erreichen? Und das ist Teil des Beratungsprozesses.</p>



<p>02:25<br>Du bist ja selbstständig und hast eine Bilanz erstellt. Wie sah der Prozess aus? Das erste ist, dass man sich damit vertraut macht mit der Materie. Es gibt 20 Themenfelder. Für kleinere Unternehmen empfehle ich zum Beispiel eine Peer Group teilzunehmen, wo mehrere Unternehmen sich auf den Weg begeben und man lernt zuerst einmal diese Themenfelder kennen. Was sind die Kriterien? Was sind Best Practice Beispiele? Was sind Worst Practice Beispiele?</p>



<p>02:55<br>um sich da mal einzufinden und dann auch zu schauen, okay, wie ist das bei mir, wie ist das bei dir im Unternehmen, oh, ihr macht das ganz anders. Also es ist ein Voneinander-Lernen, das meistens sehr bereichernd ist. Wenn man es alleine macht, muss man sich halt selber einarbeiten. Dann gibt es Unterlagen dazu, die sind kostenlos zum Download. Und dann ist es heute einmal ein Sammeln. Man schaut sich seine eigenen Zahlen an, also man muss Zahlen aus der Buchhaltung erheben. Wenn man Mitarbeiterinnen hat, erhebt man Zahlen aus der…</p>



<p>03:22<br>Personalverrechnung, wie viele Krankenstandstage hat es gegeben, wie ist es mit den Arbeitsverträgen, wie sind die bei uns ausgestaltet und man kann zum Beispiel Kundenumfrage machen, um da mal nachzuhaken, wie geht es euch mit unseren Produkten, wie geht es euch mit unserem Service. Man kann die Lieferanten und Lieferantinnen befragen, wenn man nicht nur mit welchen Zusammenarbeitet, die zum Beispiel e.</p>



<p>03:51<br>Dann kann man mal nachfragen, wo kommt denn das her, wie werden im Herkunftsland Löhne bezahlt, wie ist der Transport gestaltet, also sich die ganze Lieferkette dann auch nochmal anzuschauen, wie es halt möglich ist als Geinstaunternehmen zum Teil. Bei größeren ist es einfacher, oft. Ja, und dann schreibt man das mal auf. Und dann geht es in einen Auditprozess, entweder in der Peergroup oder durch einen externen Auditor, eine Auditorin.</p>



<p>04:18<br>wo man dann an der Einschätzung, an der Selbsteinschätzung arbeitet. Also ist man eher erst am Anfang, oder ist man schon fortgeschritten, oder ist man vielleicht schon vorbildlich unterwegs und es gibt gar nicht mehr viel Opti weil man eh schon total ökologisch nachhaltig ist. Die Erfahrung zeigt, oft ist man in einem Feld sehr gut, deswegen auch 360° Instrument. Also es sind Unternehmen, die sehr ökologisch ausgerichtet sind, nicht unbedingt sozial und sozial gerecht.</p>



<p>04:48<br>oder es ist ein Unternehmen total sozialgerecht und solidarisch, aber mit der Mitbestimmung der Mitarbeiterinnen schaut es nicht so gut aus, eher so nach außen hin zu den Kundinnen. Also es ist in den Ebenen oft ungleich verteilt. Also die Erfahrung zeigt schon, dass jedes Unternehmen irgendwo Opti hat. Jetzt klingt das ja gar nicht so einfach auf den ersten Blick. Ja, ist es auch nicht sehr zeitaufwendig. Also man muss sich dafür echt auch…</p>



<p>05:17<br>Zeit nehmen, um auch die Daten zu erheben. Also alleine schon den Verbrauch, den Rechnungen von unseren Energieversorgern ist es oft gar nicht so leicht abzulesen, wie viel CO2 habe ich verbraucht im Unternehmen. Das muss man sich berechnen. Also es ist schon Arbeit. Wenn es gut begleitet ist, dann kann sich die Arbeit lohnen, weil man wirklich, man muss jetzt erst einmal wissen, wo man steht, um entscheiden zu können, wo möchte ich mich weiterentwickeln. Und dafür ist es ein sehr, sehr gutes Instrument.</p>



<p>05:47<br>Und gleichzeitig bietet es natürlich auch den Kunden und Kundinnen. Also es zeigt dann einfach verbrieft und mit Stempel und Siegel, wie man als Unternehmen agiert. Und vielen gerade Konsumenten und Konsumentinnen ist es auch wichtig, bei nachhaltigen Unternehmen zu kaufen. Und wir wissen alles, es gibt auch Greenwashing. Jetzt sage ich nicht, dass das nicht in gemeinhin wohl zertifizierten Unternehmen auch zum Teil passiert.</p>



<p>06:14<br>Aber es ist durch dieses externe Audit bzw. durch die Peer Group, wo man sich gegenseitig quasi begutachtet, hat man doch ein höheres… Also man kann dem auch vertrauen, dass das dann auch nicht nur am Papier steht, sondern so auch wirklich umgesetzt wird. Und ich glaube, dass das für KonsumentInnen immer wichtiger wird. Was war deine persönliche Motivation dahinter? Ach, ich bin da schon vor so vielen Jahren dazu geraten.</p>



<p>06:44<br>Also du hast zwar gesagt, das gute Leben für alle, das hat mich schon immer interessiert. Und ich habe damals noch eine Ayur gehabt und habe mir immer lang mit meinen Kundinnen unterhalten und dann kam eine und legte mir so zwei kopierte Zettel, total zerknitter, da schon ein bisschen so, also nicht ganz sauber, auf den Tisch und hat gesagt, du, ich glaube, das ist was für dich. Und es waren die 20 Punkte der Gemeinwohlökonomie, mittlerweile sind es glaube ich nur mal 10.</p>



<p>07:14<br>Es war so ein Kribbeln, als ich das gelesen habe, und dann dachte ich, genau das ist es. Es war eher eine intuitive Reaktion. Ich habe gar nicht danach gesucht, nach einem alternativen Wirtschaftsmodell, aber als ich das dann in den Händen hielt, dann war da irgendwie Resonanz da. Und dann habe ich mich begonnen zu engagieren und das Buch von Christian Felber gelesen, Christian Felber ins Burgenland geholt. Es war schnell eine Gruppe damals aufgebaut. Wir haben etliche…</p>



<p>07:42<br>Veranstaltungen gemacht mit Hannes Gutmann zum Beispiel von Sonnentor. Wir haben den Kleidertausch mit ins Leben gerufen in der Sonnenlandschule, der jetzt ins zehnte Jahr geht. Ich glaube da haben wir schon einiges bewegt. Was war da so die größten Herausforderungen seit dieser Zeit? Naja, also das was uns wahrscheinlich am meisten frustriert hat war, was Herausforderung war, die noch nicht gelöst ist, wir haben uns das Ziel gesetzt, wir</p>



<p>08:12<br>Gerade Gemeinden sind ja eine Einheit, wo man das Gemeinwohl gut leben kann. Und man kann eben diese Gemeinwohlbilanz auch für eine Gemeinde erstellen. Man kann schauen, wie bürgerinnennah ist die Gemeinde, wo gibt es Mitspracherecht, wie ökologisch auch eine Gemeinde ist. Natürlich wie ein Betrieb Wirtschaftlern investiert, kauft ein. Also man kann das alles betrachten. Und das haben wir uns über drei Jahre eigentlich zum Ziel gesetzt, ein paar Gemeinden zu finden im Land, die sich auf diesen Weg mit uns machen.</p>



<p>08:41<br>Und das ist uns nicht gelungen. Ich glaube, die Zeit war damals noch nicht reif. Vielleicht, wenn wir jetzt beginnen würden damit, dann wäre dieser Weg ein leichterer für Nix. Das heißt, wieder was geplant. Also ich bin zuversichtlich. Mal schauen. Vielleicht hören ja einige Bürgermeister und Bürgermeisterinnen diesen Podcast und sind dann so begeistert, dass sie sich melden. Nach der Bilanz, wie hast du denn dein Unternehmen oder vielleicht auch allgemeiner gesprochen, wie hast du deinen bisherigen Projekt nachhaltiger gestaltet? Es gibt…</p>



<p>09:10<br>In jedem Unternehmen gibt es Dinge, die sind eher schwieriger oder nur mit höheren Investitionen zu verändern. Und es gibt Dinge, die kann man sehr leicht verändern. Bei mir ist zum Beispiel die Art der Heizung jetzt nicht zu verändern. Weil da, wo ich wohne und auch arbeite, gibt es eine Gasheizung und ein Miethaus. Das muss ich einfach akzeptieren, dass ich da auf absehbare Zeit keinen Einfluss darauf habe. Auf der anderen Seite habe ich mir vor einigen Jahren ein E-Auto gekauft. Ich fahre aber ganz wenig mit dem Auto und viel öffentlich oder mit dem Fahrrad.</p>



<p>09:39<br>Also im Bereich Mobilität habe ich viel verändert. Wenn man Einzelunternehmerin, also Einp ist, so wie ich, dann hat man ja keine Mitarbeiterebene, die man betrachtet, sondern auch sein eigenes Leben, weil man ist so verwoben, also eigentlich selbst und ständig, und man ist so verwoben mit dem, was man tut. Das heißt, das, was ich an Entscheidungen treffen kann, betrifft ganz oft auch mein Privatleben.</p>



<p>10:03<br>Und ja, also auch mit den zunehmenden Möglichkeiten. Wir versorgen uns zum Beispiel über Kisteln von solidarischer Landwirtschaft und gehen sehr wenig einkaufen. Also wir brauchen aus dem Supermarkt oder vom Markt eigentlich nur so wenig Produkte. Das meiste kommt aus diesen solidarischen Landwirtschaften, wo wir einfach dafür sorgen, dass die Landwirte und Landwirtinnen ein gutes Leben haben und eine Planungssicherheit, weil ihre Produkte abgenommen werden und sind bio.</p>



<p>10:32<br>Das heißt, das ist auch ein Beitrag zur Bodengesundheit. Und ich ernähre mich nicht vegetarisch oder vegan, aber zu einem sehr großen Anteil. Also ich würde sagen, mein Fleischkonsum liegt bei unter 5 Prozent. Und dann achte ich darauf, wo es herkommt. Ich bin schon ewig nicht geflogen. Also ich versuche einfach so rundherum, ökologisch und nachhaltig zu leben. Und ich bau das natürlich auch ein in allen.</p>



<p>11:02<br>Tätigkeiten, also einem Gründerinnenprogramm zum Beispiel. Es gibt von der Gemeinwohlokonomie ein Business Canvas, das nennt sich EcoGood Business Canvas, wo man einfach auf einen Überblick, auf einer Seite, wie einen Mini-Businessplan erstellen kann. Und dieses Business Canvas ist werteorientiert.</p>



<p>11:21<br>Das heißt, ich schaue mir nicht nur an, wie viel Profit kann ich machen und welche Produkte muss ich anbieten und welche Kunden und Kundinnen habe ich und wer ist mein Wettbewerb, wie in einem traditionellen Business Canvas, sondern ich schaue mir an, was ist der Sinn meiner Geschäftstätigkeit, was ist die Vision, wo ich hin will und wie werteorientiert arbeiten wir. Also auch schon so eine Minigemeinwohlbilanz auf einer Seite, die man in der Unternehmensplanung mit einbezieht.</p>



<p>11:48<br>Und das habe ich zum Beispiel integriert ins aktuelle Gründerinnenprogramm für die Unternehmerinnen, für die das passt als Angebot. Oder der Freiraum ist eigentlich auch entstanden, wo ich Opfer bin, wo wir jetzt hier auch sitzen. Ein vegan-vegetarisches Café in Eisenstadt, das auch Besc ist, ist eigentlich daraus entstanden, dass ich als Beraterin gesehen habe, wenn ich in bestehende Strukturen gehe und</p>



<p>12:17<br>der Chef oder die Chefin sagt, wir machen jetzt Gemeinwohlokonomi, dann gibt es recht große Widerstände. Weil die Menschen im Unternehmen haben EU für Arbeit und jetzt kommt der Chef da her und will noch was. Das braucht man nicht, das haben wir nie so gemacht. Also es gibt große Widerstände, verständlicherweise, weil es ist Arbeit, eine Gemeinwohlbilanz zu erstellen. Veränderung ist anstrengend und Veränderung erzeugt Widerstände immer.</p>



<p>12:45<br>Deswegen war so auch ein Teil meines Antriebs den Freuram zu gründen, ein Geme von der Pike aufzuplanen. Also wo man von vornherein, also wir haben auch eine Gemeinwohl-Prüfung schon vor der Eröffnung gehabt im Rahmen eines Crowdfundings, wo man einfach alle diese Themen auch schon abtastet und schaut, was davon kann ich von vornherein einfach schon in die Wiege legen. Und ist es dann anders.</p>



<p>13:15<br>einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können? Also ich bin überzeugt davon. Und wir haben im Freiraum auch vor kurzem unter den Geno eine Umfrage gemacht zum Thema Wirkung. Und da war eine Frage dabei, hat der Freiraum und das es ihn gibt, etwas dazu beigetragen, dass sie ihre eigene Verhalten oder ihre Haltung verändert haben? Und da war über 60 Prozent Ja.</p>



<p>13:42<br>Dann haben wir Themen abgefragt, wo es zu einer Veränderung geführt hat. Das Thema mit der höchsten Wirkung war dann eigentlich das Thema Ernährung. Die Menschen achten mehr darauf, weniger Fleisch zu essen, mehr vegetarisch, mehr vegan und mehr bio. Das ist eine Eins Die anderen zwei Faktoren sind soziale Faktoren. Mehr Kontakt, mehr Nähe zu Menschen mit Migrationsgeschichte und zu Menschen aus anderen sozialen Schichten.</p>



<p>14:09<br>Das heißt, wir haben sowohl im ökologischen Bereich als auch im sozialen Bereich einen Beitrag zur Veränderung geleistet als Unternehmen und zwar zur individuellen Veränderung. Und ich glaube, man hat einen größeren Hebel als Unternehmen, weil man mehr Menschen erreicht und wenn man eine Atmosphäre erzeugt, wo erfahrbar ist, es geht auch anders, es schmeckt gut. Es ist eigentlich total interessant, mit Menschen zu tun zu haben aus anderen Kulturkreisen oder aus anderen sozialen Schichten. Es ist ein Mehrwert für mich.</p>



<p>14:40<br>dann kann ich auch viel leichter meine Einstellung und mein Verhalten verändern. Und da sehe ich schon Unternehmen in der Verantwortung.</p>



<p>14:48<br>gibt es eine Erfahrung in deinem Leben, die dich nachhaltig verändert.</p>



<p>14:55<br>Ich bin schon so aufgewachsen. Ich war als Kind schon auf Demos für Umwe Ich habe in der ersten Klasse Gymnasium Unterschriften gesammelt gegen Atomkraftwerke. Als Kind war ich immer im Bioleden. Die gab es ja damals nur ganz rar. Die haben alle ganz einen eigenen Geruch gehabt. Letztens habe ich mit einer gesprochen, die auch so aufgewachsen ist. Und die hat genau gewusst, was ich mahne. Bioleden in den 80er Jahren hatten einen…</p>



<p>15:23<br>Ein Kroch, den es heute gar nicht mehr gibt. Und das hat mich schon geprägt. Ich habe dann rebelliert dagegen in der Pubertät. Ich habe absichtlich nicht bio gegessen und viel Fleisch gegessen. Und es war eine Rebellion dahinter. Und als ich dann Mutter wurde, bin ich aber zu dem wieder zurückgekehrt. Und das ist schon zu kennisch halt. Und mit der Oma gegartelt. Bei meiner Oma haben Pflanzen quasi ein…</p>



<p>15:50<br>Persönlichkeit gehabt. Wenn der Vogelsalat gewachsen ist, dann sind wir Vogelsalat anschauen gegangen und haben uns gefreut, dass der aus der Erd rausguckt. Oder das erste Pfeilchen im Frühling begrüßen. Und so bin ich aufgewachsen. Wie sieht für dich die Vision eines guten Lebens für alle aus?</p>



<p>16:21<br>vielleicht naiv Bild. Also ich mache einfach die Erfahrung, wenn ich mit dem Rad fahre und mit dem Zug unterwegs bin, wenn ich gut esse, wenn ich mit Menschen wirklich in Kontakt komme im Gespräch, dann geht es mir so viel besser, als wenn ich mit dem Auto von einem Platz zum anderen hätte, mir einen Schnönen, einen Burger.</p>



<p>16:47<br>reinstellen, wo ich dann die Verpackung vielleicht noch aus dem Fenster des Autos haue, weil ich so einen Stress habe, wie es ja vorkommt, wenn man Flurreinigung macht, dann weiß man, dass das vorkommt. Und wenn ich mir manchmal Menschen anschaue, dann habe ich das Gefühl, sie sind nicht so glücklich mit diesem Hetzen und mit diesem Fast-Food-Lifestyle. Und man ist ja nicht gesund, also man fühlt sich ja auch viel besser, wenn man anders lebt. Also meine Vision ist schon, dass wir alle durch</p>



<p>17:15<br>gutes Essen, durch gute Bewegung, durch gute Rahmenbedingungen, wo auch Beziehungen gefördert werden, zu mehr Lebensqualität und dazu mehr innere Zufriedenheit finden und Gesundheit. Welchen hilfreichen Tipp würdest du jemandem geben, der sein eigenes Unternehmen nachhaltiger gestalten möchte? Also ich würde, der erste Tipp wäre Druck rausnehmen, also sich keinen Stress machen</p>



<p>17:45<br>Es ist klassisches Projektmanagement, sich mal anzuschauen, wo kann ich leicht mit wenig finanziellem Einsatz und mit wenig Aufwand große Veränderungen bewirken. Das gibt es, wenn man sich gut begleiten lässt, dann findet man die Dinge auch und dann Schritt für Schritt die größeren Brocken anzugehen. Das einzige, was wichtig ist, ist jetzt anfangen.</p>



<p>18:08<br>sage ich Dankeschön für das Gespräch, es war interessant. Danke dir.</p>



<p><strong>Link: <a href="https://austria.ecogood.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gemeinwohl-Ökonomie AT</a><br>Nähere Infos unter: <a href="https://www.anjahaiderwallner.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anja Haider-Wallner</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Wege entstehen indem man sie geht&#8220; &#8211; Birgit Prochazka</title>
		<link>https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/magazin-news/wege-entstehen-indem-man-sie-geht-birgit-prochazka/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Schöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 14:45:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin & News]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Jeder Schritt zählt]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltig-im-burgenland.at/?p=2956</guid>

					<description><![CDATA[Podcastreihe "Jeder Schritt zählt". Zu Gast: Birgit Prochazka Projektkoordinatorin für die „Aktionstage der Solidarität und Nachhaltigkeit“ und Mit-Gründerin des gemeinwohlorientierten vegan/vegetarischen Lokals FreuRaum.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Podcastreihe &#8222;Jeder Schritt zählt&#8220;</h2>



<p>Geschichten über Menschen im Burgenland und ihre Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.</p>



<p>Denn: Jeder Schritt zählt, auch deiner!</p>



<p>Zu Gast:<br>Birgit Prochazka, Projektkoordinatorin für die „Aktionstage der Solidarität und Nachhaltigkeit“ und Mit-Gründerin des gemeinwohlorientierten vegan/vegetarischen Lokals FreuRaum.<br>(Aufgenommen im September 2021)</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-soundcloud wp-block-embed-soundcloud"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://soundcloud.com/user-147650587/wege-entstehen-indem-man-sie-geht-birgit-prochazka
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Podcast-Transkript „Jeder Schritt zählt“ im Gespräch mit Birgit Prochazka</h2>



<p><em>(Dies ist eine automatische Sprache-zu-Text-Transkription. Es können inhaltliche sowie grammatikalische Fehler enthalten sein.)</em></p>



<p>00:04<br>Jeder Schritt zählt, auch deiner &#8211; Ganz regional im Burgenland. Heute im Gespräch mit Mag. Birgit Prochazka, sie ist Projektkoordinatorin für die Aktionstage der Solidarität und Nachhaltigkeit, veranstaltet von der Diözese Eisenstadt. Außerdem ist sie Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied von einem gemeinwohlorientierten Begegnungsraum, Café, Veranstaltungsort, eben dem Lokal FreuRaum in Eisenstadt.</p>



<p>00:32<br>Mein Name ist Sarah Schöller. Liebe Birgit, du bist gelernte Pädagogin und Ethnologin. Hast du dich immer schon für Nachhaltigkeit interessiert? Naja, ich habe mich immer schon für einen Lebensstil interessiert, der heute unter dem Begriff Nachhaltigkeit bezeichnet wird.</p>



<p>00:55<br>Ich bin so aufgewachsen. Meine Großmutter, meine Mutter haben so gelebt, dass für sie selbstverständlich war, dass Dinge selber gekocht worden sind, selber produziert worden sind, genäht worden sind, dass Sachen wirklich erst dann weggeworfen wurden, wenn sie zum Wegwerfen waren, Kleidung getauscht wurde, weitergegeben worden ist, dass wir so gut wie keine Tiefkühlprodukte gegessen haben</p>



<p>01:25<br>die Gesäfte verwendet haben, sondern das wurde bei uns alles selber gemacht. Also das sind durchwegs Dinge, die für mich ganz normal waren und ganz selbstverständlich waren und die aber doch heute in den Begriff Nachhaltigkeit reinfallen. Gab es für dich irgendwann einen Punkt in deinem Leben, wo du erkannt hast, dass dein Lebensstil schon mehr in Richtung nachhaltig geht oder dass der so betitelt wird?</p>



<p>01:55<br>Also ich bin mit 17 Jahren, ich bin ein 71er-Bäuer, ich bin mit 17 Jahren habe ich mich entschieden, vegetarisch zu leben und das war damals noch relativ früh.</p>



<p>02:10<br>Im Vergleich zu heute, also in einem Restaurant gab es kaum etwas Vegetarisches zu essen. Man hat sich, also ich habe mich wahnsinnig oft rechtfertigen müssen. Wenn ich heute denke, also den Freiraum, den du schon erwähnt hast, das ist ein vegan-vegetarisch geführtes Lokal, das ist absolut selbstverständlich. Und wenn ich jetzt zurückdenke, also als ich 17 war, war das wirklich schon noch recht eine Ausnahme.</p>



<p>02:39<br>Du bist der Mitgründerin in Freurum. Wie entstand die Idee? Die Idee entstand schon viel früher als ich dazukam.</p>



<p>02:51<br>Ich habe damals bei der Karriere des Burnland gearbeitet und war eigentlich auf der Suche nach einer Möglichkeit, das war so 2016, 2017, ich habe unter anderem auch in der Flüchtlingsarbeit gearbeitet und das war ja damals recht erwog, dass Reparaturcafés oder andere Initiativen entstanden sind, wo auch geflüchtete Menschen ihre Kompetenzen einbringen konnten und war eigentlich auf der Suche nach einer Möglichkeit hier im Burgenland ein Reparaturcafé.</p>



<p>03:21<br>mit geflüchteten Menschen zu gründen. Und in Zuge dessen bin ich mit einer freiwilligen Mitarbeiterin, die das auch wollte, waren wir hellhörig und sind dann auf eine andere Gruppe von Menschen gestoßen, die eine Suppenküche, ein Biolokal und so weiter auch schon seit einigen Jahren immer wieder ein bisschen anderer Form im Kopf hatten.</p>



<p>03:48<br>Und dann sind wir, ich glaube es war Dezember 2018, zusammen getroffen und irgendwie dann aus diesen vielen Menschen, die wir damals waren, sind fünf übergeblieben, wovon eine ich war, die dann das heutige Konzept des Freiraums so nach und nach entwickelt haben.</p>



<p>04:12<br>Beim Gründen von Vorräumen, wenn wir noch beim Thema kurz bleiben, was gab es da für Schwierigkeiten? Ihr wart zu fünft, ihr hattet ja völlig unterschiedliche Ideen, die ihr da einbringen wollt in das Projekt. Was waren so quasi eure größten Hürden?</p>



<p>04:31<br>Also die Ideen waren keine Hürden, so dass wir weit mehr Ideen haben als umsetzbar sind. Hürden waren eher die Rahmenbedingungen, also die Räumlichkeit, die Finanzierung.</p>



<p>04:46<br>Und ja, also das was so von den Menschen mit denen wir gesprochen haben, kam, war, ihr seid verrückt in Eisenstadt ein vegetarisches, veganes Lokal aufzumachen. Also das waren eher so die Hemmnisse, vor allem wirklich das Bauliche und die Finanzierung. Genau.</p>



<p>05:08<br>Gab es bei der Gründung eine Situation oder ein Moment, an den du dich gerne zurückerinnerst, der dir Motivation gebracht hat für das ganze Projekt? Das waren eigentlich wir alle.</p>



<p>05:27<br>Wir miteinander, es hat wesentlich länger gedauert bis wir den Umbau und die Finanzierung durch hatten. Und da gab es immer wieder von einzelnen von uns Tiefen und andere waren dann wiederum da, die motiviert haben. Was ich glaube, was einfach wirklich hilfreich war, dass wir zu fünft waren und das ist sozusagen…</p>



<p>05:47<br>in dieser Gruppe immer wen gab, der nach vorne geschaut hat, wenn wer andere nach hinten geschaut hat oder den Kopf in den Sand stecken wollte. Und eigentlich war wirklich so das, was uns getragen hat von uns allen, der Herzenswunsch, so etwas in die Wege zu leiten und zu ermöglichen. Deine Arbeit oder deine Vorstandstätigkeiten im Freiraum, ist das ehrenamtlich?</p>



<p>06:17<br>Also es ist freiwillig, sage ich mal, weil ins Ehrenamt wird man ja erhoben. Es ist eine freiwillige Tätigkeit, also wir Vorstands- und Gründungsmitglieder machen das quasi in unserer Freizeit. in der TüZE Eisenstadt. Dort arbeite ich bei den pastoralen Diensten und bin zuständig für gese Erwachsenenbildung, Well</p>



<p>06:44<br>In dem Bereich bist du ja auch stark vertreten. Du bist ja Projektkoordinatorin für die Aktionstage der Solidarität und Nachhaltigkeit. Möchtest du mir ein bisschen erzählen von diesen Aktionstagen? Was wird da alles gemacht? Ja, also seit letztem Jahr gibt es vier Leitprojekte in den pastoralen Diensten und ich leite eben die Gruppe Solidarischen mit der Welt Handeln.</p>



<p>07:07<br>Und wir haben uns als ersten Schritt sozusagen überlegt, Aktionstage für Solidarität und Nachhaltigkeit unter dem Motto Hashtag Kirche fair ändert, ins Leben zu rufen. Die fangen jetzt am 17. September an und es geht ihm um Umweltthemen, um Solidarität. Die zwei Enzykliken von Papst Franziskus, Laudato Sio und Fratelli Tutti sind da die Grundlagen. Und da ist eben Nachhaltigkeit auch ein großes Thema.</p>



<p>07:37<br>und gemeinsam mit der Evangelischen Kirche rufen wir auch den ersten kirchlichen Umweltpreis aus. Die Auftaktveranstaltung ist ja am Freitag, den 17. September habe ich gelesen. Wie lang läuft das da?</p>



<p>07:52<br>bis am 8. Oktober. Es sind drei Wochen, wo wir ganz unterschiedliche Veranstaltungen anbieten, teilweise diozisane Veranstaltungen, teilweise kooperieren wir aber auch mit außer diozisanen Anbieterinnen im Burgenland und anbieten, wir wollen einerseits</p>



<p>08:13<br>sage ich mal übliches anbieten, blicken aber auch über den Tellerrand hinaus, haben neue Formate kreiert, wie zum Beispiel die Impulsreihe Experiment Zukunft und es gibt ganz unterschiedliche Veranstaltungen und Aktionen zu diesem Thema übers ganze Burgenland verteilt. Bist du da nur Projektkoordinatorin oder machst du da noch mehr? Weil ich glaube ich habe deinen Namen in der Broschüre gefunden.</p>



<p>08:42<br>In der Gruppe sind wir zu acht und wir machen alle was, wir veranstalten alle was. Ich bin ja eigentlich Ethnologin und bin noch bei dem Studientag Gruppenbezogene Mens Extremismen begegnen als Referentin tätig. Beim langen Tag der Flucht am 1. Oktober einer Veranstaltung, die im Freuram stattfindet, bin ich dabei.</p>



<p>09:06<br>bei der Lesung mit Judith Kohlberger zu ihrem Buch, wie mache ich die Moderation, also so unterschiedliche Dinge, das teilen wir uns in der Gruppe auf. Das Thema Nachhaltigkeit ist ja ein sehr großes und breit gefächertes Thema. Welche Themenbereiche sind für dich im Moment sehr relevant? Für mich persönlich sind sie eigentlich die kleinen Schritte, die jeder Mensch tun kann.</p>



<p>09:35<br>Großgesetze, das was in großen Firmen abläuft, Bestimmungen bundesweit oder auch übergreifend. Ich glaube nicht, dass das was ist, was in meiner Hand liegt jetzt, in meiner Position auch, aber ich glaube, dass wir…</p>



<p>09:59<br>dass ich dazu beitragen kann, selbst kleine Schritte für mich zu tun, für meine Familie, dass ich das auch in meine Kinder weitergeben kann und dass ich das einfach auch in meinem beruflichen Tätigkeitsfeld, in der gese Erwachsenenbildung transportieren kann und natürlich auch mit zu Dingen wie dem Feuerraum, wo wir vegetarisch vegan unterwegs sind, wo wir vorwiegend regionale, biologische Zutaten verwenden, immer frisch kochen und</p>



<p>10:29<br>Nachhaltigkeit und auch Müllvermeidung, soweit es geht, ein großes Thema ist. Bei welchen Themen hoffst du in Zukunft auf Veränderung?</p>



<p>10:43<br>Ich glaube, auch da bleibe ich ganz nahe bei der Person, beim Individuum. Ich hoffe, dass die Menschen wieder zu einem einfacheren Leben zurückfinden, dass es nicht immer schneller gehen muss und dass es nicht immer mehr geben muss, dass die Menschen wieder achtsamer umgehen mit sich selbst, mit Menschen und mit der Umwelt.</p>



<p>11:13<br>Doch ein Mehr erhoffe ich mir schon, nämlich ein Mehr an Respekt für Vielfalt. Wenn jemand zu dir käme, der sich auch für Nachhaltigkeit interessiert und noch nicht so richtig weiß, wo er anfangen soll, was würdest du ihm raten?</p>



<p>11:30<br>Das ist jetzt natürlich Typ Sache. Bei mir ist es so, ich habe zum Beispiel einen Arbeitsweg von 7 Kilometern und habe mir ewig lange vorgenommen mit dem Fahrrad zu fahren und nicht mit dem Auto zu fahren.</p>



<p>11:46<br>und habe es aber irgendwie dann doch nicht geschafft, immer wieder Ausreden gehabt oder nur selten geschafft. Und dann kam der Punkt, wo ich mir gedacht habe, so das gibt es jetzt nicht, jetzt tu es einfach. Also für mich persönlich, also ich bin der Typ dazu, dass man wirklich beim kleinsten Kreis, Radius um sich herum anfängt und dann so nach und nach größere Schritte ins Leben setzt.</p>



<p>12:13<br>wie heißt es, so schön Wege entsteht, indem man sie geht. Also ich glaube, nicht lange überlegen, sondern einfach mal tun und ausprobieren und sich auch zugestehen, dass es dann Dinge gibt, die für einen vielleicht nicht sind oder dass man auch scheitert in dem einen oder anderen.</p>



<p>12:29<br>Mit diesem Abschluss möchte ich gerne Danke sagen. Danke, dass du mir einen kleinen Einblick gewährt hast in dein Leben, in deinen Werdegang und auch in deinen eigenen kleinen Schritten, die du getan hast. Und ich hoffe damit auch Inspiration nach außen gegeben zu haben. Auf alle Fälle danke für dieses nette Gespräch. Danke dir für dieses Gespräch und vor allem für deine Arbeit im Punkt Nachhaltigkeit.</p>
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