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Sustainable Entrepreneurship Day in Oberwart

Am letzten Tag vor den Ferien fand in der HAK/HASCH Oberwart der 2. Entrepreneurship Day mit dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ statt.  Zusammen mit VertreterInnen regionaler Unternehmen, Vereinen und Plattformen war ich dazu eingeladen Workshops für SchülerInnen der 1. Und 2. Klasse zu gestalten, organisiert von SchülerInnen der 3. Klasse. Danach gab es Vorträge und Keynotes von spannenden Organisationen die im Bereich Susainibility tätig sind. Organisiert wurde der Tag von Prof. Reinhard Karner, der neben seiner Tätigkeit als Lehrer, im Südburgenland mit seiner Frau die Ölwerkstatt betreibt und dort hochwertige biologische Öle herstellt. Eine Kostprobe wurde allen Mitwirkenden am Schluss der Veranstaltung überreicht. 

 

Ich habe mich sehr gefreut als Prof. Karner mich vor Weihnachten bereits gefragt hat ob ich an diesem Tag im Rahmen eines Workshops mitwirken möchte. Zum einen hat es mich sehr interessiert welchen Zugang SchülerInnen zu dem Thema Nachhaltigkeit haben und natürlich macht es auch Freude meine Botschaft, das wir alle jederzeit etwas verändern können, zu verbreiten. 

 

Es war ein spannender Vormittag für mich der in jeder Hinsicht sehr bereichernd war. Zum einen waren da natürlich die SchülerInnen, von denen einige sich wirklich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, Ideen entwickeln und auch umsetzen. Dazu gehört zum Beispiel Martin Rudolf, selbst gerade im Maturajahr der sein Unternehmen mybanana gestartet hat, oder Schülerinnen die mit ihrer Maturaarbeit Spenden in Höhe von 14.000 Euro für ein Tansania Projekt gesammelt haben und noch viele andere, die sich wirklich Gedanken machen über das was für unsere schöne Welt gut ist und wie sie sie noch verbessern können.

 

Aber auch das Treffen anderer nachhaltiger Organisationen ist immer eine große Bereicherung. Christiana Marksteiner und Ulrike Gober von der Pinkataler Einkaufsgemeinschaft (Food Coop) waren dort und haben über ihren Verein erzählt. Gerald Dunst hat einen spannenden und interessanten Vortrag über sein Unternehmen Sonnenerde gehalten. Sonnenerde ist ein wunderbares Beispiel dafür das Nachhaltigkeit und Ökonomie sich keinesfalls ausschließen und dabei auch die soziale Komponente eines Unternehmens nicht zu kurz kommt. Die Begeisterung die Gerald Dunst für sein Thema und das Produkt „Erde“ mitbringt ist ansteckend und seine Erzählungen über die Neuentdeckungen und Erfindungen in seinem Unternehmen sind inspirierend. 

 

Sehr viel mitgenommen habe ich auch von Walter Posch und seinem Unternehmen fairebeere. Das sind gefriergetrocknete super schmeckende Himbeeren, die im Heimatland seiner Frau, Bosnien, nach biologischen Richtlinien angebaut und dann schonen gefriergetrocknet werden. Die Nährstoffe der Beeren bleiben dadurch fast zur Gänze erhalten und der Geschmack ist einzigartig. Die so behandelten Beeren kann man direkt naschen, ins Joghurt geben oder damit Cocktails machen,… die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Die Schokolademanufaktur Zotter ist ebenfalls schon auf den Geschmack gekommen und verwendet fairebeere Produkte für ihre Schokoladen.

 

Ansteckend inspirierend war der Vortrag von Raphael Tonhauser, co founder der Nachhaltigkeitsplattform  planetyes.com. Ganz abgesehen vom Inhalt der Keynote in der er über seinen eigenen spannenden Weg berichtete war es wunderbar zu sehen und zu spüren mit wieviel Herz, Engagement, Wissen und Energie er an seine Projekte herangeht. Seine Stärke ist es verschiedenste Akteure wie Universitäten (WU, BOKU, TU) die Forschung, die Wirtschaft und lokale Akteure zusammenführen und daraus entstehen dann wunderbare Projekte. Erfolg misst Raphael Tonhauser  vor allen an der Wirkung die sein Tun hat und das ist ein Ansatz den ich mir sicherlich gut merken werde.  Nach seinem Vortrag hatte ich wirklich das Gefühl das die Welt noch zu retten ist und auch zukünftigen Generationen in ihrer Schönheit erhalten bleibt.  

 

Ich bin sehr dankbar ein Teil dieses Tages gewesen zu sein und habe viel für mich mitgenommen. Gerade wenn so viele junge Menschen Engagement zeigen und durch Vorbilder wie Walter Posch und Raphael Tonhauser inspiriert werden, entsteht daraus eine Energie die unsere Welt braucht. 

 

Links:

Pinkataler Einkaufsgemeinschaft: Ulrike Gober und Christina Marksteiner

fairebeere: Christian Posch

Sonnenerd: Gerald Dunst

planetyes.com: Raphael Tonhauser

Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z.: Sepp Eisenriegler

mybanana: Martin Rudolf

Ölwerkstatt: Reinhard Karner

Hilfsprojekte Afrika und Asien: Jutta Schneller

Autorin: Elisabeth Nussbaumer

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Kommentare: 1
  • #1

    Reinhard Karner (Dienstag, 18 Februar 2020 16:21)

    Danke für den tollen Artikel.
    lg
    Reinhard Karner
    BHAK Oberwart