Stell dir vor, du gehst nichtsahnend in den Supermarkt, willst „nur schnell“ Waschmittel kaufen – und plötzlich lächelt dich ein knallgrüner Kanister mit einer Blume drauf an. „Nachhaltig“ steht drauf, „bewusst“ und „natürlich“. Klingt super, oder? Tja … und genau da tappt man schon ins Greenwashing-Fettnäpfchen. Ich hab’s selbst schon erlebt: voller Freude nach Hause spaziert, nur um dann später draufzukommen, dass das „natürliche“ Mittelchen mehr Chemie drinnen hat als ein Chemielabor. 🙈
Greenwashing bedeutet nichts anderes, als dass Firmen sich ein grünes Mäntelchen umhängen, um ökologischer zu wirken, als sie eigentlich sind. Weil: Nachhaltigkeit verkauft sich halt. Aber hinter der grünen Fassade steckt oft Business as usual – und wir Konsumentinnen und Konsumenten sollen brav weiter kaufen.
Damit du nicht auf die bunten Werbetricks reinfällst, hier ein paar Tipps aus meiner persönlichen „Hab-ich-leider-schon-lernen-müssen“-Liste:
💚 Achte auf schwammige Begriffe
„Ökologisch“, „bewusst“, „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „natürlich“… klingt alles gut, aber wenn keine Details dabeistehen, ist Vorsicht angesagt. Ein Shirt ist nicht automatisch „nachhaltig“, nur weil das Etikett es behauptet.
💚 Schau dir Labels genau an
Nicht jedes bunte Siegel ist Gold wert. Es gibt große Unterschiede:
Eigenkreationen: Selbst erfundene Firmen-Siegel („Green Choice“, „Eco Friendly“) sind oft nur Marketing.
👉 Merksatz: Je offizieller und transparenter die Prüfstelle, desto vertrauenswürdiger das Label.
Unabhängig geprüft: Labels wie Fairtrade, EU-Bio oder GOTS (bei Textilien) haben strenge Standards und externe Kontrollen.
Halbgar: Manche Labels sind zwar echt, aber die Hürden sind niedrig – da reicht’s, wenn ein kleiner Teil recycelt ist.
💚 Check die Firma dahinter
Frage dich: Macht das Unternehmen sonst hauptsächlich Geschäfte mit umweltschädlichen Produkten? Zahlt es faire Löhne? Wenn die Antwort „naja eher nicht“ lautet, ist das „nachhaltige Einzelprodukt“ wahrscheinlich nur ein grünes Feigenblatt.
💚 Sei kritisch bei grünen Versprechen
Ein Klassiker: „Das Auto verbraucht weniger Benzin“ – ja eh, aber Benzin bleibt Benzin. Oder „Plastik aus nachwachsenden Rohstoffen“ – und am Ende landet’s trotzdem im Meer.
🌱 Was tun statt Greenwashing kaufen?
Manchmal hilft’s, das ganze Spiel zu umgehen. Hier ein paar Alternativen, die ich selbst gerne nutze:
- Secondhand statt Neuware – Kleidung, Möbel oder Elektronik kriegt man oft top in Flohmarkt-Apps oder Secondhand-Shops.
- Unverpacktläden & Bauernmärkte – weniger Plastik, mehr Regionalität (Bauernmärkte im Burgenland).
- DIY-Produkte – Waschmittel, Putzmittel oder Kosmetik lassen sich oft einfach selbst machen (und es macht sogar Spaß).
- Sharing statt Besitzen – Werkzeug leihen statt kaufen, Carsharing statt eigenem Auto.
👉 Mein Tipp: Augen offen halten, kurz recherchieren und im Zweifelsfall Apps zur Hilfe holen. Ich nutze gerne die Codecheck-App oder den NABU-Siegelcheck, wenn ich mir nicht sicher bin.